4,9 · 214 StimmenGoogle
Versandkostenfrei ab 99 €
Werktags bis 13 Uhr bestellt – Versand noch am selben Tag
Sicher bezahlen & 30 Tage Rückgaberecht
Einstellungen
Versandland
Währungen
Ihr Merkzettel ist leer.
Ihr Warenkorb ist leer.

Der ultimative Hobbyguide für Sondengänger & Schatzsucher

Der ultimative Ratgeber · Stand 2026

Sondengehen in Deutschland
Hobbyguide für Schatzsucher

Alles, was Sie wissen müssen: Einstieg, Ausrüstung, Fundorte, aktuelle Rechtslage je Bundesland, Ehrenkodex und Profitipps – kompakt, ehrlich und vollständig. Von Sondengängern für Sondengänger.

15+Fundort-Typen
16Bundesländer
13Kodex-Regeln
30+Jahre Erfahrung

Warum Sondengehen?

Das faszinierende Hobby zwischen Geschichte, Bewegung und Entdeckergeist

Die Suche nach historischen Gegenständen mit dem Metalldetektor ist eine der spannendsten Beschäftigungen für geschichtlich Interessierte. Deutschlands Böden bergen Spuren erloschener Kulturen – von Kelten, Römern und Germanen über mittelalterliche Kaufleute bis zu den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Tumulus-Leute, Wikinger und viele mehr haben in unserem Boden Wertvolles hinterlassen. Ein Großteil davon wurde nie wieder gefunden. Dieses Hobby verbindet Geschichtsforschung, Bewegung an der frischen Luft und das unvergessliche Erlebnis, ein Objekt zu bergen, das seit Jahrhunderten unberührt im Boden ruhte.

So gelingt Ihr Start in 4 Schritten

1

Recherche & Vorbereitung

Historische Karten, Geoportale der Länder, Luftbilder und LiDAR-Daten liefern Hinweise auf lohnende Suchgebiete. Auch Ortschroniken, Archive und Heimatkundler sind unschätzbare Quellen.

2

Genehmigung einholen

Vor jeder Suche: Grundstückseigentümer fragen und gegebenenfalls die behördliche Nachforschungsgenehmigung beantragen. Das ist kein Hindernis, sondern Grundlage seriöser Arbeit.

3

Systematisch suchen

In parallelen Bahnen mit Überlappung absuchen. Bodenbeschaffenheit und Wetter beachten. GPS-Koordinaten, Fotos und Tiefe jedes Fundes festhalten.

4

Funde melden

Archäologisch bedeutende Funde umgehend dem zuständigen Denkmalamt melden – mit Bild und Koordinaten. Kooperation lohnt sich, oft gibt es Fundprämien.

Was macht das Hobby so besonders?

Geschichte hautnah

Jeder Fund erzählt eine Geschichte. Eine Münze, eine Schnalle, ein Knopf – alle waren einmal Teil eines Menschenlebens. Sie halten ein Stück Vergangenheit in Ihren Händen, das Jahrhunderte unberührt lag.

Bewegung & Natur

Stunden in frischer Luft, oft auf weiten Feldern oder in stillen Wäldern. Sondengehen ist gesund, entspannend und der perfekte Ausgleich zum Alltag. Sie sehen Landschaften aus neuer Perspektive.

Gemeinschaft

Sondengänger-Vereine, Online-Foren und regionale Stammtische bieten Austausch, gemeinsame Suchaktionen und gegenseitige Unterstützung bei Genehmigungen oder Fundbestimmungen. Aus Hobby werden Freundschaften.

Citizen Science

Verantwortungsvolle Sondengänger sind eine echte Bereicherung für die Archäologie. Viele bedeutende Funde der letzten Jahre wurden durch Hobbysucher gemacht und der Wissenschaft zugänglich.

Dokumentation

Jeden Fund fotografieren, Tiefe und GPS-Position notieren. Modernes Smartphone und Apps wie XP GO Terran machen die Dokumentation einfach. Wissenschaftlicher Wert entsteht erst durch den Kontext.

Reinigung & Pflege

So wenig wie möglich reinigen! Die Patina ist Zeuge des Alters und schützt das Metall. Lassen Sie wertvolle Stücke lieber von Profis konservieren als sie selbst zu beschädigen.

Die besten Fundorte

Was Sie wo suchen können – und was Sie dabei beachten sollten

Erst recherchieren, dann suchen

Eine sorgfältige Vorbereitung mit historischen Karten, Luftbildern, LiDAR-Daten und Archivrecherchen entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Je besser die Recherche, desto gezielter – und rechtssicherer – ist Ihre Suche. Kostenlose Quellen: Geoportale der Bundesländer, BayernAtlas, Messtischblätter im SLUB-Archiv, oldmapsofgermany.de.

Ackerfläche – Sondengehen
1

Ackerflächen

Der Hauptsuchplatz für die Mehrzahl aller Sondengänger. Wüst gefallene Orte, Militaria, Münzen aller Epochen – das Fundspektrum ist hier am größten. Beste Zeit: Nach der Ernte und im Frühjahr, wenn Felder gepflügt sind.

Erlaubnis des Landwirts
Alte Mühle – Sondengehen
2

Alte Mühlen

Müller waren wohlhabende, angesehene Zeitgenossen. Reger Lieferverkehr mit Handarbeit bedeutet eine erhöhte Fundquote für historische Münzen und Alltagsgegenstände. Besonders ergiebig: das Umfeld der Anfahrtswege.

Genehmigung einholen
Alter einzelstehender Baum – Sondengehen
3

Alte Bäume & Lichtungen

Markante Einzelbäume an Wegrändern oder Lichtungen dienten als Treffpunkte, Ruheplätze und Orientierungsmarken. Häufig historische Begegnungsorte, an denen Münzen verloren wurden.

Erlaubnis erforderlich
Anhöhe und Aussichtspunkt – Sondengehen
4

Anhöhen & Aussichtspunkte

Häufige Standorte historischer Wachttürme und Frühwarnsysteme. Im Verbund mit Sichtverbindungen zu anderen Türmen – wichtige Knotenpunkte alter Kommunikationsnetzwerke.

Genehmigung nötig
Alte Brücke und Furt – Sondengehen
5

Alte Brücken & Furten

Römer warfen beim Brückenüberqueren Münzen mit guten Wünschen ins Wasser. An Furten historischer Wege rasteten Reisende und tränkten ihre Pferde – reichhaltige Fundstellen.

Genehmigung prüfen
Alter Brunnen – Sondengehen
6

Brunnen & Bootsanleger

Ideal für Bergungsmagneten. Brunnen: Waffen, Munition, historische Münzen, Werkzeuge. Anleger: Angelhaken, Motorteile, verlorene Gegenstände aller Art. Achtung: Magnetangeln ist mittlerweile vielerorts genehmigungspflichtig.

Magnetangeln genehmigen lassen
Alte Burg – Sondengehen
7

Burgen & Ruinen

Burgruinen sind in der Regel als Bodendenkmal geschützt – hier darf nur mit ausdrücklicher Sondergenehmigung gesucht werden. Das Umfeld außerhalb der Wallanlagen kann lohnender und rechtlich einfacher zugänglich sein.

Bodendenkmal – Sondergenehmigung!
Felsen und Menhire – Sondengehen
8

Felsen & Menhire

Häufige Kult- und Opferplätze, Treffpunkte und uralte Sternenwarten. Volles Fundspektrum möglich, erhöhte Wahrscheinlichkeit frühgeschichtlicher Funde aus der Bronze- und Eisenzeit. Oft als Bodendenkmal eingetragen.

Schutzstatus prüfen!
Alte Kellergewölbe und Fachwerkhaus – Sondengehen
9

Alte Keller & Fachwerk

Bei Renovierungen mit Eigentümerzustimmung sehr interessant. Alte Gewölbe- und Weinkeller bieten seltene Funde. Auch die Wände sollten mit dem Detektor abgesucht werden – Versteckverstecke aus Notzeiten.

Eigentümerzustimmung
Höhlen und Felsvorsprünge – Sondengehen
10

Höhlen & Felsvorsprünge

Uralte Schutz-, Opfer-, Begräbnis- und Schatzversteckorte. Die hintersten Winkel sind besonders vielversprechend. Achtung: Von Oktober bis April meiden – Fledermäuse überwintern und stehen unter strengem Naturschutz.

Naturschutz beachten
Hohlwege und mittelalterliche Fernstraßen – Sondengehen
11

Hohlwege & Handelswege

Deutschland ist überzogen von alten, brach gefallenen Hohlwegen. Einst belebte Handelsstrecken – das Fundspektrum reicht bis in die Bronzezeit. Tiefe Einschnitte verraten die Nutzungsintensität.

Genehmigung holen
Quellen und Moore – Sondengehen
12

Quellen & Moore

Germanischen Göttern geweihte Opferplätze. Hier wurden bis ins frühe Mittelalter Opfergaben dargebracht. Sehr hohe Fundwahrscheinlichkeit für prähistorische Metallobjekte – aber meist als Bodendenkmal oder Naturschutzgebiet geschützt.

Meist geschützt!
Altes Schlachtfeld – Sondengehen
13

Alte Schlachtfelder

Reiche Funde: Militaria, Münzen, Abzeichen, Erkennungsmarken, Knöpfe. Besondere Vorsicht bei Munitionsfunden! Im Zweifel nicht graben, Abstand halten und Polizei sowie Kampfmittelräumdienst rufen.

Munition: Höchste Vorsicht!
Spiel- und Kirmesplätze – Sondengehen
14

Spiel- & Kirmesplätze

Fundwahrscheinlichkeit nahezu 100 Prozent. Neuzeitliche Münzen sind so gut wie garantiert. Durch starke Verschrottung viel Geduld erforderlich – gute Übungsplätze für Einsteiger zum Umgang mit dem Detektor.

Meist ohne NFG erlaubt
Strand und Badesee – Sondengehen
15

Strände & Badeseen

Fundwahrscheinlichkeit nahezu 100 Prozent – Münzen und verlorener Schmuck sind die Regel. Erfahrene Sucher haben damit ihren Urlaub finanziert. Auch historische Strandgut-Anspülungen möglich.

Top-Einsteigertipp

Rechtliches & Genehmigungen

Was Sondengänger in Deutschland 2026 wissen müssen

Wichtig: Denkmalschutz ist Ländersache

Das Denkmalschutzrecht ist in Deutschland Sache der 16 Bundesländer. Die Regelungen unterscheiden sich erheblich. Informieren Sie sich immer beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege Ihres Bundeslandes, bevor Sie die Sonde ansetzen. Im Zweifel: Lieber einmal mehr fragen als ein Bußgeld riskieren.

Wichtige Änderung 2023: Schatzregal in Bayern

Bayern galt jahrzehntelang als sondengänger-freundlichstes Bundesland ohne Schatzregal. Seit dem 1. Juli 2023 gilt jedoch auch dort ein Schatzregal (Art. 9 BayDSchG). Bewegliche Bodendenkmäler werden mit ihrer Entdeckung Eigentum des Freistaates Bayern. Eine generelle Nachforschungsgenehmigung wie in anderen Ländern gibt es in Bayern aber weiterhin nicht.

Regelungen nach Bundesländern

 
Bayern Keine generelle NFG nötig, aber seit 7/2023 Schatzregal – strenge Meldepflicht
 
Niedersachsen Schulungsprogramm + Suchgenehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde
 
Nordrhein-Westfalen Lizenzprogramm für ehrenamtliche Sondengänger, NFG ca. 75 €
 
Baden-Württemberg Strenges § 21 DSchG, NFG nur in Ausnahmefällen, ehrenamtl. Helfer
 
Hessen Kooperationsmodelle bei Hessen-Archäologie, NFG über Bodendenkmalpfleger
 
Schleswig-Holstein Pflichtschulung + Genehmigung, gute Zusammenarbeit mit Ehrenamt
 
Mecklenburg-Vorpommern Seminare & Zusammenarbeit möglich, Info-Seite für Strandsucher
 
Sachsen Nachforschungsgenehmigung beantragbar, Einzelfallprüfung
 
Thüringen Antragsverfahren mit Begutachtung der Suchgebiete
 
Brandenburg Einzelfallentscheidung durch Denkmalamt, NFG möglich
 
Sachsen-Anhalt Strenges Schatzregal, Genehmigung schwierig zu erhalten
 
Rheinland-Pfalz GDKE zuständig, NFG für Wiesen möglich, Wald & GSG tabu
 
Saarland Restriktive Handhabung nach SDSchG, Ausnahmen rar
 
Berlin Sehr restriktiv, urbaner Raum, NFG nur in Ausnahmen
 
Hamburg Restriktiv, kaum Sondenrecht in der Stadt
 
Bremen Restriktive Handhabung im Stadtgebiet
Kooperationsmodell & gangbarer Weg Eingeschränkt möglich Restriktive Handhabung
Faustregel: Wann ist Sondeln (relativ) unproblematisch?

Wenn Sie auf einem öffentlichen Spielplatz, Strand oder Badesee nach verlorenen Alltagsgegenständen (Schlüssel, Schmuck, moderne Münzen) suchen, brauchen Sie in der Regel keine amtliche Nachforschungsgenehmigung – aber stets die Erlaubnis des Eigentümers oder Betreibers. Sobald aber gezielt nach historischen oder archäologischen Funden gesucht wird, ist in 15 von 16 Bundesländern eine NFG erforderlich.

Die richtige Ausrüstung

Was Sie wirklich brauchen – von Pflicht bis Profi-Tipp

Metalldetektoren

 
Einsteiger-Detektor (200–450 €) Einfache Bedienung, gute Diskriminierung. z. B. Nokta Simplex 2, Garrett Ace Apex, Quest Q40.
Einsteiger
 
Mittelklasse (450–1.100 €) Mehr Einstellmöglichkeiten, bessere Tiefe, Multi-Frequenz. z. B. Minelab Equinox 700/900, Nokta Legend, Quest V80.
Fortgeschr.
 
Profigerät (ab 1.100 €) Maximale Leistung, kabelloser Betrieb, volle Frequenzauswahl. z. B. XP DEUS II, Minelab Manticore, XP ICON.
Profi
 
Golddetektoren Speziell für Goldnugget-Suche, PI-Technologie. z. B. Minelab GPX 6000, XP ORX mit HF-Spule, Nokta Gold Kruzer.
Spezialist
 
Unterwasserdetektor Vollständig wasserdicht für Flüsse, Seen und Meeresstrände. z. B. Minelab Excalibur II, Nokta PulseDive, Quest Scuba Tector.
Spezial

Grabungswerkzeuge

 
Sondengängerspaten Robuster, schmaler Spaten für präzises Graben ohne große Bodenstörung. Mit Kerbung für Maßkontrolle.
Pflicht
 
Erdmesser / Digger Für präzises Schneiden der Soden und Feinarbeit rund um den Fund. Hartgeschmiedet, ergonomischer Griff.
Pflicht
 
Pinpointer Handgehaltenes Detektionsgerät zur präzisen Lokalisierung im ausgehobenen Boden. z. B. Garrett Pro-Pointer AT, XP MI-6, Nokta AccuPoint.
Sehr empfohlen
 
Schaufel & Harke Für tiefere Grabungen und schnelles, sauberes Verfüllen von Löchern nach der Bergung.
Empfohlen

Dokumentation

 
GPS-Gerät oder GPS-App Für genaue Fundortdokumentation. Empfehlung: XP GO Terran App, GPS-Logger-App oder dediziertes Gerät mit mindestens 3 m Genauigkeit.
Pflicht
 
Fundbuch / Funddokumentation Datum, Ort, Tiefe, Beschreibung, Foto – für jeden Fund schriftlich festhalten. Pflicht für die Berichtspflicht der NFG.
Pflicht
 
Fundtaschen & Probenbeutel Mehrere kleine Beutel für separate Aufbewahrung jedes Fundes – vor Ort etikettieren mit Datum und Position.
Empfohlen

Bekleidung & Sonstiges

 
Knieschoner & wetterfeste Kleidung Lange Kniepausen beim Graben schonen die Gelenke. Wasserdichte Schuhe und Handschuhe für alle Wetter.
Empfohlen
 
Sondengänger-Rucksack Speziell für Sondengänger konzipiert: Fächer für Gerät, Werkzeug, Funde und persönliche Ausrüstung.
Empfohlen
 
Bergungsmagnet Für Brunnen, Gewässer und Kanalsuche. Achtung: Magnetangeln ist in vielen Bundesländern genehmigungspflichtig!
Optional
 
Mülltüten Immer mitführen! Gefundener Müll gehört entsorgt – für die Umwelt und das Ansehen des Hobbys.
Pflicht

Metalldetektor-Vergleich auf einen Blick

ModellPreisZielgruppeBesonderheitFrequenz
Nokta Simplex 2~ 300 €EinsteigerWasserdicht, einfachSingle
Garrett Ace Apex~ 450 €Einsteiger+Multi-Flex, leichtMulti
Quest V80~ 550 €FortgeschritteneBluetooth, leichtMulti
Nokta Legend~ 750 €FortgeschritteneWasserdicht 5 mMulti
Minelab Equinox 900~ 1.150 €FortgeschritteneMulti-IQ+ TechnologieMulti
XP ORX~ 700 €FortgeschritteneKabellos, HF-fähigSingle/HF
XP DEUS II~ 1.440 €ProfiVollkabellos, FMFMulti/FMF
XP ICON~ 499–699 €FortgeschritteneCarbon-Schaft, IP68/5m4/14/28 kHz
Minelab Manticore~ 1.600 €Profi2D Target TraceMulti

Technik & Praxistipps

Von Einstellungen bis zur Suchtechnik – was wirklich zählt

Beginnen Sie mit mittlerer Empfindlichkeit (50–65 Prozent) und erhöhen Sie schrittweise. Nutzen Sie den Allmetall-Modus zum Kennenlernen des Geländes, dann erst die Diskriminierung aktivieren. Bodenkalibrierung bei jedem neuen Gelände durchführen. Schwinghöhe: 5–10 cm über dem Boden, gleichmäßig und überlappend. Bewegungsgeschwindigkeit: langsam! Viele Anfängerfehler entstehen durch zu schnelles Schwingen.
Hoher, klarer Ton = meist nicht-eisenhaltiges Metall (Münzen, Schmuck, Bronze). Tiefer, brummender Ton = Eisen oder Schrott. Unregelmäßiger, sprunghafter Ton = verschrotteter Bereich oder stark mineralisierter Boden. Goldene Regel: Graben Sie jedes gleichmäßige Signal – auch „mittlere“ VDI-Werte können Münzen sein. Einige der besten Funde kommen aus Signalen, die andere ignorieren.
Arbeiten Sie in parallelen Bahnen mit 50 Prozent Überlappung. Markieren Sie bereits gesuchte Bereiche gedanklich oder mit kleinen Fähnchen. Wechseln Sie die Suchrichtung: Suchen Sie ein Feld erst horizontal, dann diagonal – so werden Signale aus verschiedenen Winkeln erfasst. Nach einem guten Fund: das nahe Umfeld intensiver absuchen, Funde liegen oft geclustert. Bei regen- oder taufeuchtem Boden ist die Leitfähigkeit höher – ideale Suchbedingungen.
Frühjahr und Herbst sind Hochsaison: Der Boden ist feucht und gut leitfähig, Äcker sind abgeerntet oder frisch gepflügt. Nach Regenfällen sprunghaft bessere Ergebnisse. Sommer: harter Boden reduziert Tiefe, aber Strandsuche ist optimal. Winter: bei frostfreiem, feuchtem Boden ebenfalls sehr gut. Meiden Sie extrem trockene Perioden – ausgedörrte Böden reduzieren die Suchtiefe deutlich.
Kostenlose Quellen: Geoportale der Bundesländer (Karten, Luftbilder, LiDAR), TK25 historische Messtischblätter im SLUB-Archiv, BayernAtlas, oldmapsofgermany.de, Adressbücher, Kirchenbücher (archion.de). Kostenpflichtig, aber wertvoll: David Rumsey Map Collection, alte Katasterkarten. Lokal: Gemeindearchive, Heimatmuseen, Kreisheimatpfleger ansprechen. Tipp: Alte Postkarten zeigen oft Straßen, Märkte und Versammlungsorte, die längst verschwunden sind.
Grundsatz: So wenig wie möglich reinigen! Die Patina ist Zeuge des Alters und schützt das Metall. Münzen: Nur mit klarem Wasser und weicher Bürste – kein Metallputzmittel! Silber: Professionelle Elektroreduktion oder Tauchreiniger für Silber. Bronze/Messing: Olivenöl einreiben und trocknen lassen schützt vor weiterer Korrosion. Eisen: Sofort trocknen, Rostschutzöl auftragen. Niemals in Essig oder Säuren tauchen – das zerstört die Oberfläche dauerhaft.
Die drei häufigsten Fehler von Einsteigern: 1.) Ohne Genehmigung suchen – das kann teuer werden und das ganze Hobby gefährden. 2.) Zu hohe Diskriminierung – viele übersehen so wertvolle Buntmetallfunde knapp am Eisenbereich. 3.) Zu schnelles Schwingen – gute Suchtiefe entsteht nur bei langsamer, gleichmäßiger Bewegung. Lassen Sie sich Zeit, lernen Sie Ihr Gerät kennen, und üben Sie auf einem „Testgarten“ mit vergrabenen Objekten unterschiedlicher Tiefe.

Sondengänger Ehrenkodex

13 Regeln für verantwortungsvolles Sondengehen

Deutschland ist ein kleines Land mit vielen geschichtlich interessierten Menschen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Sondengängern und Denkmalbehörden ist der einzig gangbare Weg zum Erfolg. Gut geschulte Sondengänger mit ihren Metallsonden sind eine echte Chance für die Archäologie – wenn sie verantwortungsvoll und nach diesen Grundsätzen vorgehen.

  • 1
    Kooperation mit Denkmalamt

    Bauen Sie ein kooperatives Verhältnis mit Ihrem Amt für Denkmalpflege auf. Besuchen Sie angebotene Seminare in Ihrem Bundesland und setzen Sie Ihren Metalldetektor verantwortungsbewusst ein.

  • 2
    Neue Fundgebiete erschließen

    Suchen Sie nach neuen Fundgebieten, statt an bekannten Kulturdenkmälern. Meiden Sie weiträumig aktuelle Grabungsschutzgebiete und laufende archäologische Ausgrabungen.

  • 3
    Erlaubnis vor der Suche

    Fragen Sie immer um Erlaubnis, wenn Sie auf Privatgrundstücken suchen wollen. Erfahrungsgemäß haben Grundstückseigentümer meistens nichts dagegen und helfen sogar bei der Suche.

  • 4
    Respekt vor anderen Sondengängern

    Suchen Sie nicht auf Flächen, die bereits von anderen Sondengängern begangen werden, ohne zu fragen. Fragen Sie, ob Sie gemeinsam mit ihnen suchen können.

  • 5
    GPS-Dokumentation

    Messen Sie archäologisch relevante Funde immer mit GPS ein und melden Sie sie kurzfristig mit Bild und GPS-Daten an die zuständigen Archäologen. Achten Sie auch auf Keramik und Steinartefakte.

  • 6
    Bewusstsein für Geschichte

    Jeder Eingriff in das Bodenarchiv entnimmt ein Puzzlestück unserer Geschichte. Dokumentieren, erforschen und erhalten Sie für die Allgemeinheit. Bedeutende Funde gehören in ein Museum.

  • 7
    Umweltbewusstes Suchen

    Nehmen Sie immer eine Mülltüte mit. Sammeln Sie gefundenen Müll und entsorgen Sie ihn korrekt. Sondengehen und Umweltschutz sind kein Widerspruch – im Gegenteil.

  • 8
    Löcher vollständig verfüllen

    Verfüllen Sie alle gegrabenen Löcher vollständig. Offene Löcher sind Fallen für Kleinlebewesen und können sogar Rotwild das Leben kosten. Hinterlassen Sie keine Spuren.

  • 9
    Saaten & Anpflanzungen schonen

    Betreten und suchen Sie auf keinen Fall auf gesäten Feldern und Anpflanzungen. Schäden an Nutzflächen sind rechtlich problematisch und schaden dem Ansehen aller Sondengänger.

  • 10
    Freundlichkeit & Souveränität

    Bleiben Sie stets freundlich, wenn Sie bei der Schatzsuche angesprochen werden – auch wenn man Ihnen nicht wohlgesonnen ist. Ignorieren Sie Denunzianten, wenn Sie selbst im Recht sind.

  • 11
    Ehrlichkeit beim Gemeinschaftssuchen

    Zeigen Sie beim gemeinsamen Suchen jeden Fund und verschweigen Sie Ihrem Partner nichts. Vertrauen ist die Grundlage jeder guten Suchgemeinschaft. Seien Sie ein guter Freund.

  • 12
    Keine Falschangaben von Fundorten

    Machen Sie keine Falschangaben von Fundplätzen. Erfahrene Archäologen erkennen anhand von Patina und Bodenresten, ob ein angegebener Fundort stimmt. Falsche Angaben kosten die NFG.

  • 13
    Munitionsfunde sofort melden

    Melden Sie Munitionsfunde sofort der Polizei oder dem Kampfmittelräumdienst. Graben Sie niemals Munition aus. Markieren Sie die Stelle, halten Sie Abstand und machen Sie unverzüglich Meldung.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen von Einsteigern – ehrlich beantwortet

Ja – mindestens die Erlaubnis des Grundstückseigentümers ist immer nötig. Ob darüber hinaus eine behördliche Nachforschungsgenehmigung (NFG) erforderlich ist, hängt vom Bundesland und dem konkreten Gelände ab. In 15 von 16 Bundesländern ist die gezielte Suche nach archäologischen Funden genehmigungspflichtig. Bayern ist die Ausnahme: Hier gibt es keine generelle NFG, dafür seit 1.7.2023 ein Schatzregal mit Meldepflicht. Auf eingetragenen Bodendenkmälern ist in ganz Deutschland eine Sondergenehmigung Pflicht. Im Zweifel: Beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege nachfragen.
Für den Einstieg empfehlen wir Geräte im Bereich 250–500 Euro. Gute Wahl: Nokta Simplex 2 (wasserdicht, einfach), Garrett Ace Apex (Multi-Frequenz, leicht), Quest Q40 (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis). Wichtiger als das teuerste Gerät ist regelmäßiges Üben mit dem eigenen Gerät. Viele erfahrene Sondengänger beginnen bewusst mit Einsteiger-Equipment, um die Grundlagen zu lernen.
Es gibt kein Mindestalter – das Hobby ist für Kinder ab ca. 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen geeignet. 6–10 Jahre: leichte Kinderdetektoren wie Nokta Midi Hoard oder Minelab GO-FIND 22, ideal für Spielplatz oder Sandstrand. 10–15 Jahre: einfache Einsteiger-Detektoren wie Quest X1 IDmaxX. Wichtig: Kinder sollten immer mit einem Erwachsenen unterwegs sein, und die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen auch hier eingehalten werden.
Sofort fotografieren und GPS einmessen, nichts weiter ausgraben und umgehend das zuständige Denkmalamt informieren. In vielen Bundesländern gibt es Fundprämien für ehrlich gemeldete Schatzfunde. Archäologen werden die Fundstelle begutachten. Kooperation lohnt sich: Viele der spektakulärsten Funde der letzten Jahre wurden durch verantwortungsvolle Sondengänger gemacht und wissenschaftlich gesichert.
Sofort aufhören zu graben. Keine Erschütterungen oder Stöße. Fundstelle markieren, Abstand halten (mindestens 50 Meter), Polizei unter 110 anrufen. Den Kampfmittelräumdienst (KBD/KMRD) verständigen. Unter keinen Umständen Munition ausgraben, bewegen oder gar zerlegen. Nicht in Panik geraten, aber konsequent handeln – in Deutschland gibt es noch tausende ungekennzeichnete Blindgänger aus zwei Weltkriegen.
Die Kosten variieren je nach Bundesland erheblich. In Nordrhein-Westfalen liegen sie bei ca. 75 Euro, in anderen Bundesländern zwischen 50 und 150 Euro. Manche Gemeinden stellen die NFG sogar kostenfrei aus. Die Genehmigung gilt meist für ein Kalenderjahr und muss bei der Suche immer mitgeführt werden. In manchen Ländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein) ist zusätzlich die Teilnahme an einem Schulungsprogramm Voraussetzung.
Sondengehen ist in erster Linie ein Hobby – kein Geschäftsmodell. Erfahrene Strandsucher können durchaus ihren Urlaub mit gefundenem Schmuck und Münzen mitfinanzieren. Wer auf antike Münzen, Fibeln oder historischen Schmuck stößt, hält gelegentlich Stücke mit erheblichem Sammlerwert in Händen. Aber: Erwarten Sie keine regelmäßigen Einnahmen. Der eigentliche Wert liegt im Erlebnis, der Geschichte und der Gemeinschaft – nicht im schnellen Euro.
Die Gebietsrecherche ist entscheidender als das teuerste Gerät. Wer schlechte Flächen absucht, findet auch mit Top-Equipment nichts. Beginnen Sie mit historischen Karten (TK25, Urkataster, BayernAtlas), Geoportalen der Bundesländer und LiDAR-Daten. Suchen Sie nach Hinweisen auf Wüstungen, alten Wegen, ehemaligen Mühlen, Marktplätzen oder Burgen. Vergleichen Sie alte und aktuelle Karten miteinander. Sprechen Sie mit Heimatkundlern und älteren Anwohnern – oft erfahren Sie so von vergessenen Orten.

Bereit für Ihr erstes Abenteuer?

Lassen Sie sich persönlich beraten – welcher Detektor passt zu Ihnen, Ihren Suchorten und Ihrem Budget? Unser Team berät Sie kompetent und herstellerunabhängig.

30 Tage Rückgaberecht
Kauf mit Sicherheit
Versand noch heute
Bei Bestellung bis 13 Uhr
Persönliche Beratung
Mo–Do 9–17 · Fr 9–12 Uhr
4,9 von 5 Sterne
Tausende zufriedene Kunden
Empfehlen Sie uns weiterJetzt teilen
Zahlung:VorkassePayPalVISAGooglePayPayRechnungNachnahmeKlarna.amazonpay