Alles Wichtige zur BSP-Technologie, zur richtigen Ersteinstellung und zur passenden Suchtechnik – verständlich erklärt, damit Sie das volle Potenzial Ihres Altus ausschöpfen.
Der Golden Mask Altus ist kein gewöhnlicher VLF-Metalldetektor. Er arbeitet mit der herstellereigenen BSP-Technologie (Binary Sinus Pulse), einer hybriden Signalform. Sie verbindet zwei Sinussignale unterschiedlicher Frequenz zu einem durchgehenden, bipolaren Signal und verknüpft damit Eigenschaften klassischer VLF-Geräte mit Merkmalen leistungsstarker Pulsinduktions-Systeme. Golden Mask selbst bezeichnet die Arbeitsweise als „BSP Multi-Frequency“.
Klassische VLF-Detektoren arbeiten mit einem kontinuierlichen Signal: leicht, schnell und mit guter Unterscheidung, aber mit begrenzter Tiefe und Schwächen auf mineralisierten Böden. Pulsinduktionsgeräte erzeugen dagegen kurze, starke Impulse: deutlich mehr Tiefe und Stabilität im Boden, dafür aber schwerer, stromhungriger und mit trägerer Signalverarbeitung. BSP soll die Vorteile beider Welten vereinen, ohne deren typische Schwächen zu übernehmen.
Starkes Suchfeld für tief liegende, gut leitende Objekte.
Zügige Signalverarbeitung trotz hybrider Signalform.
Stabilerer Lauf auch auf schwierigeren, mineralisierten Böden.
Der Altus besitzt kein VDI-Display und zeigt daher keinen Zahlenwert für den Leitwert an. Golden Mask beschreibt jedoch, dass das Gerät besonders stark auf Ziele mit höheren Leitwerten reagiert – häufig beschrieben als Bereich „VDI 60 und darüber“, wie er etwa bei Silber, Kupfer und Bronze vorkommt.
Damit ist der Altus weniger ein klassischer Allround-Detektor als vielmehr ein Spezialist für die Tiefensuche bei mittel- und hochleitenden Zielen. Diese Ausrichtung sollten Interessenten kennen, bevor sie sich für das Gerät entscheiden.
Eine kleinere BSP-Suchspule kann die Kleinteil-Eigenschaften etwas verbessern, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Altus als Tiefenspezialist.
Trotz der ungewöhnlichen Technik verzichtet der Altus bewusst auf Display und verschachtelte Menüs. Sämtliche Einstellungen erfolgen über sechs Drehregler sowie einen Umschalter für Lautsprecher und Funkkopfhörer.
Manueller Bodenabgleich inklusive erweitertem HR-/Hot-Rock-Bereich.
Diskriminierung zur Unterdrückung von Eisen und niedrig leitenden Objekten.
Einstellung der leisen Hintergrundschwelle für maximale Tiefenwahrnehmung.
Tonhöhe rein nach persönlichem Gehör, ohne Einfluss auf Tiefe oder Trennung.
Empfindlichkeit bzw. Verstärkung des Detektors.
Ein- und Ausschalten sowie Lautstärkeregelung.
Ein zusätzlicher Umschalter WS Headphones / Speaker wechselt zwischen eingebautem Lautsprecher und Funkkopfhörer WS107.
Über den Regler Volume schalten Sie den Altus ein und stellen gleichzeitig die Lautstärke ein.
Eine höhere Lautstärke erhöht weder Suchtiefe noch Empfindlichkeit – stellen Sie sie so ein, dass auch schwache Signale angenehm hörbar bleiben.
Je höher die Einstellung, desto empfindlicher reagiert der Altus auf schwache und tiefe Signale. Eine zu hohe Einstellung kann jedoch auf mineralisierten Böden oder bei elektromagnetischen Störungen zu Fehlsignalen führen.
Faustregel: so hoch wie möglich – aber noch stabil.
Der Threshold-Regler stellt das leise Hintergrundsignal ein. Für die Tiefensuche sollte ein sehr leichter, stabiler Hintergrundton hörbar bleiben, damit schwache Signalveränderungen leichter erkannt werden.
Zu hoch eingestellt gehen schwache Ziele im Hintergrundgeräusch unter; komplett heruntergeregelt werden schwache Tiefensignale schlechter wahrgenommen.
Suchen Sie zunächst eine möglichst metallfreie Stelle. Bewegen Sie die Suchspule wiederholt zwischen etwa 5 und 20 cm über dem Boden auf und ab und verstellen Sie dabei langsam den Regler Ground Bal., bis sich beim Heben und Senken der Spule möglichst keine Veränderung des Audiosignals mehr zeigt.
Bei schwierigem Boden zunächst die Sensitivity reduzieren und den Abgleich anschließend erneut durchführen. Für stark mineralisierte oder wechselhafte Böden steht zusätzlich ein HR-Bereich (Hot Rocks) zur Verfügung.
Mit Disc. Level bestimmen Sie, wie stark Eisen und niedrig leitende Objekte unterdrückt werden. Niedrige Werte liefern die größte Tiefenleistung, lassen aber mehr Eisensignale durch; hohe Werte unterdrücken mehr Eisen, kosten aber Tiefe und können kleine oder schlecht leitende Objekte ausblenden.
Grundsatz: nicht mehr Diskriminierung verwenden als tatsächlich notwendig.
Mit Tone passen Sie lediglich die Tonhöhe an Ihr Gehör an. Diese Einstellung verändert weder Empfindlichkeit, Diskriminierung noch Tiefenleistung und kann daher frei nach persönlicher Vorliebe gewählt werden.
Der Altus arbeitet im Motion-Modus: Ein Ziel wird zuverlässig erkannt, wenn die Suchspule bewegt wird. Führen Sie die Spule möglichst parallel zum Boden, knapp über der Oberfläche, ohne sie am Ende des Schwenks hochzuziehen. Bewegen Sie sie gleichmäßig und lassen Sie aufeinanderfolgende Bahnen leicht überlappen.
Golden Mask empfiehlt ausdrücklich eine ruhige, etwas langsamere Schwenkgeschwindigkeit gegenüber hektischen Bewegungen. Gerade bei einem Tiefenspezialisten wie dem Altus lohnt es sich, schwache, aber reproduzierbare Signale aus verschiedenen Richtungen zu überprüfen, bevor Sie graben.
Etwas Erfahrung lohnt sich: Golden Mask selbst weist darauf hin, dass der Altus ein professioneller Tiefendetektor mit einer gewissen Lernkurve ist. Rund eine Woche praktische Nutzung gilt als üblicher Zeitraum, um das Zusammenspiel aus Bodenabgleich, Threshold, Sensitivity und Diskriminierung kennenzulernen – abhängig von der eigenen Erfahrung. Die Bedienung selbst ist einfach; wer sich einige Suchstunden Zeit nimmt, holt spürbar mehr aus dem Gerät heraus.
Der Altus darf ausschließlich mit dafür vorgesehenen Golden-Mask-BSP-Suchspulen betrieben werden. Nicht kompatible Spulen können laut Hersteller die Elektronik beschädigen und zum Verlust der Herstellergarantie führen.
| Suchspule | Typischer Einsatz |
|---|---|
| 9,5″ BSP | Kleinere Ziele, bessere Handlichkeit und Manövrierbarkeit |
| 13 × 11″ BSP | Münzen und Relikte, universelle Größe |
| 11 × 14″ BSP | Standardspule des Altus – Tiefe und Flächenleistung |
Die Unterseite der BSP-Spule besteht laut Bedienungsanleitung aus einer Kevlar-/Carbon-Konstruktion, weshalb Golden Mask keinen zusätzlichen Spulenschutz vorsieht.
Der Altus ist für das Golden-Mask-WS-Funksystem vorbereitet und mit dem WS107 kompatibel. Eine klassische Kabel-Kopfhörerbuchse besitzt das Gerät nicht. Das WS107-System arbeitet mit 2,4 GHz und einer vom Hersteller angegebenen Audiolatenz von rund 12 ms.
Detektor über den Volume-Regler in Betrieb nehmen.
Umschalter auf „WS Headphones“ stellen.
Kopfhörer aktivieren und in die Nähe des Detektors halten.
Die Verbindung zwischen Detektor und Kopfhörer baut sich selbstständig auf.
Der Altus besitzt einen fest eingebauten Li-Ion-Akku mit 8,4 V und 6000 mAh. Je nach Lautstärke, Temperatur und Einsatzbedingungen sind laut Hersteller etwa 6 bis 8 Stunden Betriebszeit realistisch – über Funkkopfhörer tendenziell etwas länger als über den eingebauten Lautsprecher. Das vollständige Laden von niedrigem Ladezustand bis 100 % dauert bei Raumtemperatur rund 3,5 Stunden.
Der Detektor darf nicht eingeschaltet werden, solange das Ladegerät angeschlossen ist – andernfalls kann die Elektronik beschädigt werden. Während des Ladevorgangs leuchtet die Ladeanzeige rot, bei vollständiger Ladung grün.
Für längere Lagerzeiten empfiehlt Golden Mask einen Ladezustand von rund 50 %, der etwa alle sechs Monate kontrolliert werden sollte. Lagern Sie das Gerät möglichst zwischen 5 und 25 °C; bei Temperaturen um oder unter 0 °C kann die verfügbare Akkukapazität spürbar zurückgehen, und der Akku sollte nicht unter 5 °C geladen werden.
| Technologie | BSP – Binary Sinus Pulse (BSP Multi-Frequency) |
|---|---|
| Suchmodus | Motion |
| Tonsystem | Bi-Tonal |
| Bodenabgleich | Manuell, mit erweitertem HR-/Hot-Rock-Bereich |
| Diskriminierung / Threshold / Sensitivity / Tone | Jeweils stufenlos einstellbar |
| Display | Kein Display – analoge Bedienung über Drehregler |
| Suchspulen | Ausschließlich Golden-Mask-BSP-Spulen; Standard 11 × 14″ BSP |
| Gestänge | Verstellbares Carbon-Teleskopgestänge |
| Gewicht | ca. 1,9 kg mit 11 × 14″-BSP-Spule |
| Akku | Li-Ion, 6000 mAh / 8,4 V, fest eingebaut |
| Laufzeit | ca. 6–8 Stunden je nach Nutzung |
| Ladezeit | ca. 3,5 Stunden |
| Audio | Eingebauter Lautsprecher, kompatibel mit Funkkopfhörer WS107 (2,4 GHz) |
| Kabelkopfhörer | Nicht vorhanden |
| Arbeitstemperatur | −10 bis +40 °C |
Angaben gemäß aktueller Original-Bedienungsanleitung und Distributor-Datenblatt; Änderungen durch den Hersteller vorbehalten.
Der Funkkopfhörer WS107 ist je nach gewählter Artikelvariante enthalten oder separat erhältlich – Details zur jeweiligen Variante finden Sie in der Artikelbeschreibung oben.
Der Altus richtet sich in erster Linie an ambitionierte Sondengänger mit etwas Erfahrung. Die Bedienung selbst ist einfach und übersichtlich, das volle Potenzial des Gerätes entfaltet sich jedoch besonders bei Nutzern, die bereits Grundkenntnisse im Umgang mit Bodenabgleich und Diskriminierung mitbringen.
Suchen Sie eine metallfreie Stelle, pumpen Sie die Spule zwischen etwa 5 und 20 cm über dem Boden auf und ab und verstellen Sie dabei den Ground-Balance-Regler, bis das Auf- und Abbewegen keine hörbare Veränderung des Signals mehr erzeugt.
Ausschließlich Golden-Mask-BSP-Suchspulen, aktuell in den Größen 9,5″, 13 × 11″ und 11 × 14″ (Standardspule). Andere Golden-Mask-Spulen oder Fremdspulen sind nicht kompatibel und können die Elektronik beschädigen.
Nein, der Altus besitzt keine Kabel-Kopfhörerbuchse. Audio wird entweder über den eingebauten Lautsprecher oder über den kompatiblen Funkkopfhörer WS107 ausgegeben.
Je nach Lautstärke, Temperatur und Nutzung sind etwa 6 bis 8 Stunden Betriebszeit realistisch. Eine vollständige Ladung dauert bei Raumtemperatur rund 3,5 Stunden. Während des Ladevorgangs darf der Detektor nicht eingeschaltet werden.
Der Golden Mask Altus ist ein ausgesprochener Spezialdetektor: Statt zahlreicher Menüs und Programme setzt er auf hohe Tiefenleistung, besonders bei mittel- und hochleitenden Zielen wie Silber, Kupfer und Bronze. Wer gezielt in größerer Tiefe nach Münzen, Relikten oder möglichen Hortfunden sucht, erhält mit dem Altus ein leistungsstarkes Werkzeug – vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit, Bodenabgleich, Threshold, Sensitivity und Diskriminierung kennenzulernen. Wer dagegen vorrangig feinste Kleinteile sucht, ist mit einem klassischen Allrounddetektor oft besser bedient.
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Andreas Licht
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