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RELIKTE - Das Tiefenprogramm für große Massen

Programm 9 · XP Deus 2

RELIKTE Das Tiefenprogramm für große Massen

Das Relikte-Programm (RELIC) ist die Geheimwaffe des XP Deus 2, wenn es um tief liegende, große Funde in mineralisiertem Boden geht – römische Bronzen, mittelalterliche Eisenwaffen, Hufeisen, Beschläge, Kanonenkugeln, große Münzkonglomerate oder Schmiedereste. Es schließt nur den lokalen Boden aus und lässt alle Metalle darüber und darunter durch.

24 / 53 kHz Max.
All Metal Modus
Subtrakt. Leitf. Boden
Was ist RELIKTE?

Ein Spezialprogramm mit eigener Philosophie

Während Programme wie GENERAL oder DEEP HC den gesamten Bodenbereich zuverlässig ausblenden, geht RELIKTE einen anderen Weg: Es schließt ausschließlich den exakten, lokal eingemessenen Bodenwert aus – alles oberhalb und unterhalb dieser Bodenphase wird als Signal gemeldet. Damit erreicht das Programm Tiefen, die mit klassischen, vollständig bodenausblendenden Programmen nicht möglich wären.

RELIKTE basiert technisch auf derselben Plattform wie Programm 8 GOLD FIELD, nutzt jedoch niedrigere Frequenzen mit Subtraktion für leitfähige Böden. Es ist ab Werk auf „All Metal“ mit niedriger Reaktivität konfiguriert. Das macht es zur ersten Wahl, sobald Sie wissen oder vermuten, dass auf einer Fläche tief liegende, größere Objekte vorhanden sind und Sie nichts mehr verlieren möchten.

Werkseinstellungen RELIKTE (Prg. 9)
FrequenzplattformFMF · Multifrequenz
Max. Frequenz24 kHz / 53 kHz (HF2)
BodenmodusLeitfähige Subtraktion
Disk-Niveau8,0
Reaktivität1 (niedrig)
Sensitivität95
Audio Response5
Eisenlautstärke7
Silencer2
Audio-TypSquare
IAR DiskriminierungOFF (ab Werk)
Tracking / NotchOFF
Funktionsprinzip

Warum RELIKTE so tief geht

Tief vergrabene Targets können Werte annehmen, die dem Boden ähneln – herkömmliche Programme stufen sie dann als Bodensignal ein und blenden sie aus. Genau hier setzt RELIKTE an: Es entfernt nur den lokalen Bodenwert, den Sie zuvor per Grab eingemessen haben. Alles, was eine andere Phase als dieser punktuelle Boden hat, kommt durch – auch wenn es sehr schwach ist.

Daraus ergibt sich gleichzeitig die wichtigste Bedingung: Eine präzise Bodenanpassung per Grab-Funktion ist Pflicht. Ohne sauberen Bodenabgleich arbeitet RELIKTE unsauber, mit ständigen Fehlsignalen. Mit korrekter Bodenkalibrierung dagegen entfaltet das Programm seine volle Tiefenleistung.

Spule hoch führen

Für tief liegende große Massen die Spule bewusst 15–20 cm über dem Boden schwenken. Das umgeht oberflächliche Eisenstörungen und reduziert Bodeneffekte, die tiefe Signale verzerren.

Reaktivität auf 0

Wer Tiefe vor Trennschärfe priorisiert, senkt die Reaktivität auf 0. Tiefe Targets erzeugen dann längere, deutlich erkennbare Töne. In saubererem Boden ist das ein enormer Tiefenvorteil.

Frequenz auf 14 kHz

Senken Sie die maximale Frequenz auf 14 kHz, wenn Sie gezielt auf große, tief liegende Objekte arbeiten. Niedrige Frequenzen dringen tiefer ein und sprechen besser auf Massen an.

Anwendungsgebiete

Wofür eignet sich Programm 9 in der Praxis?

RELIKTE ist kein Allround-Programm – es ist ein Spezialist. Es spielt seine Stärken überall dort aus, wo Sie tiefe, größere Funde aus historischen Epochen vermuten und der Boden mineralisiert ist oder bereits gut abgesucht wurde.

Römische Stellen

Bronzefibeln, Hortfunde, größere Bleiobjekte

Mittelalter

Waffenreste, Sporen, Beschläge, Hufeisen

Schlachtfelder

Musketenkugeln, Kanonenkugeln, Geschossteile

Wüstungen

Bauschutt mit Metallanteilen, Werkzeuge, Eisenwaren

Mineralis. Böden

Hochrot, eisenhaltig, magnetisch belastet

Münzdepots

Tief liegende Hortfunde mit Massenanteil

Empfehlungen aus der Praxis

Bewährte Einstellungen für drei Szenarien

Das Werksprogramm ist ein solider Ausgangspunkt – die echte Performance entsteht aber erst durch standortspezifische Anpassung. Drei Szenarien, die sich in der Community und in Tests bewährt haben:

Szenario 1: Maximale Tiefe · sauberer Boden
Reaktivität0 Lange Töne, max. Tiefe
Sensitivität93–95 Knapp unter Instabilität
Max. Frequenz14 kHz Tiefer, weniger empfindlich auf Folie
Audio Response5–6 Tiefe Töne verstärken
Spulenhaltung15–20 cm über Boden
SchwenkgeschwindigkeitSehr langsam
Szenario 2: Eisenverschrottet · mineralisiert
Reaktivität2–3 Bessere Trennung
Sensitivität85–90 Unter Instabilitätsschwelle
IAR Diskriminierung3 Oberflächeneisen ausblenden
Silencer2–3 Eisenspitzen filtern
Max. Frequenz24 kHz
BodenabgleichGrab, mehrfach pro Stelle
Szenario 3: Wald · feuchter Mischboden
Reaktivität1–1,5 Guter Kompromiss
Sensitivität90–93
Max. Frequenz14–24 kHz
Eisenlautstärke3–5 Eisen hörbar aber gedämpft
Frequenz-ScanVor jeder Stelle
Notch00 oder 00–06 Bodenflimmern wegfiltern

Wichtiger Hinweis zu IAR auf Reliktstellen

XP weist ausdrücklich darauf hin: Tief liegende Reliktfunde in stark mineralisiertem Boden können ein ähnliches Signal wie Eisen erzeugen. In solchen Fällen IAR-Diskriminierung möglichst niedrig halten oder ganz deaktivieren – sonst riskieren Sie, ausgerechnet die guten, tiefen Targets zu verlieren.

Schritt für Schritt

So setzen Sie RELIKTE im Feld richtig ein

1

Frequenz-Scan durchführen

Vor dem Start einen automatischen Frequenz-Scan starten (G.B.-Taste lang drücken). So findet der Deus 2 den ruhigsten Kanal in Ihrer Umgebung.

2

Programm 9 RELIKTE wählen

Mit den Pfeiltasten + / − bis zu Programm 9 navigieren. Die Werkseinstellungen sind bereits ein solider Startpunkt.

3

Boden per Grab einmessen

Pinpoint-Taste gedrückt halten und die Spule mehrfach auf den Boden „pumpen“, bis sich der Bodenwert stabilisiert. Auf Reliktflächen unbedingt regelmäßig wiederholen.

4

Sensitivität anpassen

Sensitivität so hoch wie möglich, aber unter der Instabilitätsschwelle. Hören Sie auf typische Spike-Geräusche – dann eine Stufe zurück.

5

Langsam und überlappend schwenken

Tiefe Targets benötigen Zeit. Sweepen Sie langsam, halten Sie die Spule parallel zum Boden – auf Reliktstellen bewusst 10–20 cm darüber.

6

Lange Töne beachten

Tief liegende Massen verraten sich nicht über laute, sondern über lange, gedehnte Signale. Diese sind das eigentliche Erfolgskriterium von RELIKTE.

7

Verdächtige Signale kreuzen

Bei tiefen, schwachen Signalen die Stelle aus zwei Richtungen anschwenken und die Ziel-ID beobachten. Konsistente Signale aus mehreren Winkeln → graben.

Einordnung

RELIKTE im Vergleich zu anderen Tiefenprogrammen

Der Deus 2 bietet mehrere Programme, die auf Tiefe ausgelegt sind. Jedes hat eine eigene Charakteristik – und je nach Boden, Zielobjekt und Suchverhalten ist mal das eine, mal das andere die bessere Wahl.

RELIKTE (Prg. 9)

24 / 53 kHz · Subtraktion

All Metal mit niedriger Reaktivität, schließt nur den lokalen Boden aus. Spezialist für tiefe große Massen und Eisenfunde. Voraussetzung: präziser Grab-Bodenabgleich.

DEEP HC (Prg. 6)

14 / 29 kHz · Addition

Auf hohe Leitfähigkeit optimiert – Silber, Kupfer, Münzgruppen. Geeignet für tiefe Münzsuche. Verwirft den gesamten Bodenbereich klassisch.

GOLD FIELD (Prg. 8)

40 / 89 kHz · Addition

Schwesterprogramm von RELIKTE für hochmineralisierte Goldböden. Sehr hohe Frequenzen, ideal für kleine Goldnuggets und feine Niedrigleiter.

GENERAL (Prg. 1)

40 / 53 kHz · Subtraktion

Allrounder, sehr stabil. Erste Wahl beim Begehen einer neuen Fläche – RELIKTE wird dann gezielt nach dem ersten Durchgang eingesetzt.

DEUS MONO (Prg. 7)

4–45 kHz · Mono

Einzelfrequenz wie beim Deus 1. Auf sauberen Inland-Flächen extrem tief, aber empfindlicher gegen Bodenstörungen als RELIKTE.

SENSI FT (Prg. 3)

40 / 89 kHz · Addition

Full-Tones-Variante für erfahrene Sucher mit dichter Audioinformation. Besser für eisenverseuchte, mineralisierte Areale mit Münzen.

Aus der Praxis

Sieben Insider-Tipps zum RELIKTE-Programm

Diese Tipps stammen aus der langjährigen Erfahrung erfahrener Sondengänger, aus US-Civil-War-Feldern, mitteleuropäischen Reliktstellen und der XP-eigenen Anwendungsforschung:

  • Erst GENERAL, dann RELIKTE. Begehen Sie eine neue Fläche zunächst mit GENERAL für saubere Ziel-IDs. RELIKTE setzen Sie gezielt im zweiten Durchgang ein, um das herauszuholen, was darunter liegt.
  • Bodenabgleich ist alles. Auf Reliktflächen den Grab-Vorgang alle paar Meter wiederholen. Schon kleine Bodenänderungen kosten in diesem Programm Tiefe und Stabilität.
  • Lange Töne sind das Ziel. Tief liegende Massen erzeugen oft keine lauten, sondern gedehnte Signale. Bei langen, ruhigen Tönen aufmerksam werden – auch wenn die Ziel-ID instabil scheint.
  • HF2-Spule erweitert das Spektrum. Mit der HF2-Spule arbeitet RELIKTE bis 53 kHz. Damit erfassen Sie zusätzlich kleinere, schwächer leitende Objekte ohne die Tiefenstärke zu verlieren.
  • Größere Spule = mehr Tiefe. Die elliptische 13"×11"-Spule (34×28 cm) ist auf Reliktflächen erste Wahl. Sie geht spürbar tiefer als die 22- oder 28-cm-Runde und verliert dabei kaum Trennschärfe.
  • Feuchter Boden hilft. Nach Regen einen Tag warten und denselben Acker noch einmal mit RELIKTE absuchen. Die erhöhte Bodenleitfähigkeit verbessert die Reichweite deutlich.
  • Sich auf das Programm einlassen. RELIKTE klingt anders als GENERAL oder FAST. Geben Sie sich Zeit, das Klangbild zu lernen, bevor Sie ständig nachjustieren – das Programm belohnt Geduld.
Häufige Fragen

FAQ zum RELIKTE-Programm

Wann nutze ich RELIKTE und wann lieber DEEP HC?
DEEP HC ist auf hochleitfähige Münzen (Silber, Kupfer) und kompakte Münzdepots optimiert – es addiert Frequenzen und bleibt im klassischen Bodenausblende-Modus. RELIKTE dagegen arbeitet im All-Metal, schließt nur den lokalen Boden aus und ist ideal für größere Massen unterschiedlichster Leitfähigkeit. Faustregel: Suchen Sie tiefe Münzen → DEEP HC. Suchen Sie alles Mögliche aus historischen Schichten → RELIKTE.
Warum ist RELIKTE so „laut“ und unruhig im Vergleich zu GENERAL?
Weil das Programm im All-Metal arbeitet und nur den exakten Bodenwert ausblendet. Alles, was anders ist als dieser Boden, wird gemeldet – inklusive Bodenvariationen, mineralisierter Steine und Ferrite. Mit präzisem, häufigem Grab-Abgleich und der richtigen Reaktivität reduziert sich das Rauschen deutlich.
Eignet sich RELIKTE für die Münzsuche?
Ja, aber gezielt – RELIKTE eignet sich für tief liegende, größere Münzkonglomerate und Hortfunde, weniger für Einzelmünzen in geringer Tiefe. Für klassische Münzsuche sind GENERAL, DEEP HC oder PARK besser geeignet. RELIKTE setzen Sie ein, wenn Sie wissen, dass am Standort schon „alles oben“ abgegriffen wurde und tief gelegene Reste vermutet werden.
Soll ich die IAR-Diskriminierung aktivieren?
Nur eingeschränkt. IAR (Iron Amplitude Rejection) blendet Eisen je nach Signalstärke aus. Auf stark eisenverschrotteten Oberflächen kann ein Wert von 3 helfen. Bei tiefen Reliktstellen in mineralisiertem Boden warnt XP ausdrücklich davor – tiefe Buntmetallfunde können dort eisenähnliche Signale erzeugen und werden ausgeblendet. Im Zweifel ausgeschaltet lassen.
Welche Spule ist die beste Wahl für RELIKTE?
Für maximale Tiefe und Flächenleistung die elliptische 13"×11" (34×28 cm). Wer auf engeren Flächen oder im Wald sucht, ist mit der 11" (28 cm) gut beraten. Die HF2-24×13-cm-Spule eignet sich für eisenverseuchte, kleinräumige Areale, wo Trennschärfe wichtiger ist als reine Tiefenreichweite.
Kann ich meine RELIKTE-Anpassungen speichern?
Ja. Über OPTION → PROGRAM → SAVE können Sie eine angepasste Variante als Programm 13–24 speichern. Die Werkseinstellungen von RELIKTE selbst kehren bei jedem Neustart in ihren Ursprungszustand zurück – Ihre Anpassungen bleiben in der gespeicherten Variante erhalten.
Wie tief geht der Deus 2 im RELIKTE-Programm wirklich?
Realistische Werte: 30–40 cm auf Einzelmünzen in günstigem Boden, 50–80 cm und mehr auf größere Massen. Mit reduzierter Reaktivität und 14 kHz Frequenzlimit sind auf großen Objekten (Schmiedereste, Kanonenkugeln, Hortgefäße) deutlich höhere Tiefen möglich. Die endgültige Reichweite hängt stark von Boden, Spule und Zielobjekt ab.

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