Alles, was Sie für einen erfolgreichen Start ins Sondengehen brauchen – von der Grundausstattung über Technik und Fundorte bis zu den rechtlichen Grundlagen in Deutschland.
Sondengehen verbindet Technik, Natur und Geschichte auf einzigartige Weise. Mit einem Metalldetektor in der Hand durchstreifen Sie Felder, Strände und Wiesen – und jeder Ton des Geräts könnte der Beginn einer spannenden Entdeckung sein.
Jeder Fund erzählt eine Geschichte. Ob mittelalterliche Münze, Uniformknopf oder vergessener Schmuck – Sie halten Vergangenheit buchstäblich in den Händen.
Sondengehen bringt Sie raus an die frische Luft. Stunden vergehen wie Minuten, wenn man konzentriert eine Wiese absucht – ein idealer Ausgleich zum Alltag.
Die Sondengänger-Community ist offen und hilfsbereit. In Foren und lokalen Gruppen tauschen Einsteiger und Profis Funde, Tipps und Gebiete aus.
Diese Werkzeuge sind essenziell, um mit dem Sondeln zu starten. Ohne sie geht nichts – investieren Sie hier von Beginn an in Qualität.
Der Metalldetektor ist das wichtigste Gerät. Die Auswahl reicht von günstigen Einsteigermodellen bis zu High-End-Geräten mit Multifrequenz-Technologie. Worauf Sie achten sollten:
Very Low Frequency – ideal für die meisten Bedingungen. Hervorragende Diskriminierung zwischen wertvollen Funden und Schrott. Empfohlen für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Pulse Induction – perfekt für stark mineralisierte Böden und Salzwasserstrand. Tiefere Reichweite, jedoch weniger Diskriminierungsfähigkeit.
Simultaner Einsatz mehrerer Frequenzen (z.B. XP DEUS II mit FMF). Maximale Vielseitigkeit für alle Bodentypen und Fundziele – der aktuelle Stand der Technik.
Der Pinpointer ist ein stabförmiger Handmetalldetektor, der die genaue Position eines gefundenen Objekts im aufgegrabenen Loch anzeigt. Einsteiger ohne Pinpointer graben oft riesige Löcher – mit Pinpointer arbeiten Sie zentimetergenau. Fast immer wasserdicht und sehr empfindlich. Verwenden Sie unbedingt ein Spiralkabel zur Befestigung am Gürtel, damit der Pinpointer nicht verloren geht.
Ein stabiles, scharfes Grabungswerkzeug ist Pflicht. Für Ackerflächen empfiehlt sich ein schmaler Klappspaten oder ein spezieller Sondengänger-Spaten, der saubere, kleine Einstiche ermöglicht. Für waldige, durchwurzelte Böden ist eine Spitzhacke sinnvoll. Wichtig: Funde nach der Bergung immer sorgfältig wieder zuschütten – der Sondengänger-Knigge verlangt es.
Eine robuste, wetterfeste Fundtasche mit mehreren Fächern hält Ordnung zwischen Münzen, Schrott und wertvollen Funden. Separate Fächer schützen empfindliche Stücke.
Kopfhörer blenden Umgebungsgeräusche aus und helfen, auch sehr schwache Signale tief liegender Objekte zu hören. Kabellose Modelle sind komfortabler, kabelgebundene störsicherer.
Robuste Arbeits- oder Gartenhandschuhe schützen Hände vor Dornen, Glasscherben und scharfen Metallkanten im Boden. Ein kleines Detail – das Sie nach dem ersten Schnitt schätzen lernen.
Nichts ist frustrierender als ein Detektor, der in der Mittagssonne den Geist aufgibt. Immer Ersatzbatterien oder geladene Akkus mitnehmen. Powerbanks für USB-Ladegeräte sind praktisch.
Diese Werkzeuge sind nicht von Anfang an nötig, erhöhen aber Komfort, Effizienz und Fundsicherheit erheblich – sobald Sie regelmäßig sondeln.
Ein speziell konstruierter Rucksack mit Fächern für Detektor, Pinpointer, Grabungswerkzeug, Fundbehälter und Verpflegung. Spart erheblich Zeit beim Zusammenpacken und schützt das Gerät.
Markieren Sie fundreiche Spots und behalten Sie den Überblick über schon abgesuchte Flächen. Speziell der GO_TERRAN von XP ist für Sondengänger ausgelegt. Auch historische Kartendienste wie landkartenarchiv.de oder vici.org sind Gold wert für die Recherche.
Sondengehen findet bei jedem Wetter statt – Frostboden ausgenommen. Eine wasserdichte Jacke, ein schützender Hut und festes, wasserdichtes Schuhwerk sind keine Luxus-, sondern Pflichtausstattung für ganztägige Touren.
Kleine Verletzungen beim Graben passieren schnell. Ein kompaktes Set mit Pflastern, Desinfektionsmittel und Verband gehört in jeden Rucksack – besonders bei Touren abseits von Ortschaften.
Notieren Sie Fundort (GPS-Koordinaten!), Tiefe, Datum und Art des Fundes. Ein Fundbuch zeigt Ihnen schnell, welche Orte und Einstellungen am besten funktionieren. Fotos sichern vor Ort.
Viele Funde lassen sich vor Ort grob reinigen und so besser einschätzen. Für die feine Restaurierung zu Hause eignen sich spezielle Metallreiniger – niemals aggressive Hausmittel verwenden!
Ein Allzweck-Multitool hilft bei kleinen Reparaturen oder unerwarteten Situationen. Das Handy ist im Notfall Ihr Kommunikationsmittel – laden Sie es vor jeder Tour vollständig auf.
Ein gutes Gerät allein reicht nicht. Die richtige Technik macht den Unterschied – ein erfahrener Sondengänger findet mit einem Mittelklasse-Gerät mehr als ein Anfänger mit High-End-Ausrüstung.
Legen Sie verschiedene Metallgegenstände (Münzen, Schlüssel, Alufolie) auf den Rasen und scannen Sie diese. Lernen Sie, welche Töne und Leitwerte Ihr Gerät für welche Metalle erzeugt. Das ist Pflicht vor dem ersten Einsatz im Feld.
Die Suchspule muss immer flach und bodennah geführt werden – nicht wie ein Pendel nach oben am Ende des Schwenks. Überlappende Bahnen sicherstellen, damit keine Stelle übersprungen wird. Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 1 Schwenk pro Sekunde.
Beim ersten Signal nicht sofort graben! Führen Sie die Spule von links nach rechts und merken Sie sich das Signalmaximum. Dann Richtungswechsel: vorwärts/rückwärts. Im Schnittpunkt liegt das Objekt – das spart Zeit und schützt den Fund vor Beschädigungen durch den Spaten.
Niedrige Leitwerte = Eisen/Schrott. Hohe Leitwerte = Kupfer, Silber, Gold. Mittlere Werte = Aluminium oder ältere Kupferlegierungen. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür, welche Signale es wert sind, ausgegraben zu werden.
Setzen Sie den Spaten immer neben dem Signalmaximum an, nie direkt drüber. Heben Sie möglichst wenig Erde aus. Nutzen Sie den Pinpointer im Loch, um das Objekt zentimetergenau zu lokalisieren, bevor Sie tiefer graben.
Hochspannungsmasten, Eisenbahnschienen, Telefonmasten und elektrische Zäune stören die Elektronik. Halten Sie ausreichend Abstand. Bei unstabilen, zufälligen Signalen liegt meist eine elektromagnetische Interferenz vor – suchen Sie nach der Quelle.
Profi-Tipp aus 30 Jahren Erfahrung: Ein erfahrener Sondengänger mit einem Mittelklasse-Gerät findet oft mehr als ein Anfänger mit dem teuersten Modell. Üben, üben, üben – und die Bedienungsanleitung wirklich lesen. Die besten Features helfen nur, wenn Sie wissen, wie Sie sie einsetzen.
Mit historischer Recherche (alte Karten, Ortsnamen, Flurbücher) identifizieren Sie die besten Fundorte. Immer zuerst die Eigentümererlaubnis und rechtliche Situation klären!
Friedhöfe, eingetragene Bodendenkmäler, Naturschutzgebiete, Dünen. Militärische Funde (Granaten, Munition) nie berühren – sofort Polizei rufen!
Recherche-Werkzeuge für historische Fundorte:
Das Verhalten jedes einzelnen Sondengängers beeinflusst das Ansehen des gesamten Hobbys. Wer fair agiert, sichert auch für kommende Generationen den Zugang zu guten Suchgebieten.
Jedes ausgegrabene Loch muss wieder sorgfältig gefüllt und die Grasnarbe zurückgelegt werden. Landwirte und andere Nutzer dürfen keine Schäden feststellen – sonst sind künftige Erlaubnisse gefährdet.
Ausgegrabenen Schrott (Nägel, Kronkorken, Aluminium) nicht liegen lassen, sondern in der Fundtasche sammeln und sachgerecht entsorgen. Das reduziert die Störsignale für künftige Suchen und hinterlässt die Natur sauber.
Wer angesprochen wird – von Spaziergängern, Förster oder Landwirt – sollte offen und freundlich erklären, was er tut. Ein Flyer der Deutschen Sondengänger Union (DSU) im Rucksack schafft Vertrauen.
Das Betreten und Sondeln ohne ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers ist Hausfriedensbruch. Immer vorher fragen – die meisten Landwirte sind aufgeschlossen, wenn man erklärt, wie man arbeitet.
Das Verheimlichen von Funden, insbesondere archäologischer Natur, ist strafbar. Meldepflichten ernst nehmen – kooperative Sondengänger sind bei den Ämtern gern gesehen und erhalten leichter Genehmigungen.
Kriegsrelikte können nach über 80 Jahren noch gefährlich sein. Niemals anfassen, bewegen oder versuchen zu entschärfen. Polizei rufen, Standort markieren und Abstand halten. Das rettet Leben.
Wir beraten Sie persönlich – von Einsteiger bis Profi. Über 30 Jahre Erfahrung, alle Top-Marken.
Metalldetektoren.de
Andreas Licht
Professor-Derra Str. 3
96465 Neustadt / Cob.






