Morph 1 & Morph 2 richtig verstehen und einstellen
Was die beiden Audio-Morphing-Presets des XP DEUS II wirklich leisten, wann Sie welches nutzen und mit welchen Startwerten Sie sie in der Praxis sinnvoll einsetzen.
Kurz gesagt: Morph 1 und Morph 2 sind keine „mehr Tiefe auf Knopfdruck“-Programme, sondern zwei unterschiedlich abgestimmte Audio-Morphing-Presets. Morph 1 hebt schwache, entfernte Ziele hervor, Morph 2 macht flache Ziele akustisch besonders schnell erkennbar.
Mit dem großen V4-Update hat XP den DEUS II grundlegend erweitert: zwei unabhängige Erkennungskanäle, echte Stereo-Ausgabe und ein dynamisches Audioverhalten, das den Klang beim Annähern an ein Ziel verändert. Dieser Beitrag ordnet die neuen Morphing-Modi sachlich ein, erklärt die technischen Grundlagen und gibt Ihnen erprobte Startpunkte für Acker, Wiese, Park und eisenverseuchte Flächen.
Die Basis: Multi-Processing statt Einzelmodus
Vor V4 wählten Sie einen Suchmodus und stellten dort Empfindlichkeit, Reaktivität, Eisenlautstärke und weitere Parameter ein – gültig für den gesamten Suchgang. Diese klassische Nutzung ist weiterhin möglich. Neu ist, dass der DEUS II mit einem kompatiblen Stereo-Kopfhörer zwei vollständig unabhängige Erkennungskanäle gleichzeitig betreiben kann – bei ein und demselben Spulenschwung, mit einer Spule und denselben Frequenzen.
Kanal 1 (CH1)
Ihr eigentliches Hauptprogramm – die vertraute Klang- und Entscheidungsbasis. In der Regel als Motion-Diskriminationsprogramm mit verlässlichen Target-IDs.
Kanal 2 (CH2)
Der Ergänzungskanal: aus, All-Metal oder Diskriminierung. Mit eigener Reaktivität, Empfindlichkeit und eigenem Audiotyp – im Stereobild links/rechts positionierbar.
Wichtig zur EinordnungBeide Kanäle arbeiten nicht mit zwei getrennten Suchfrequenzen. Die gewählte Spulen-/FMF-Frequenzbasis gilt für beide Kanäle. Unterschiedlich sind vor allem Audiotyp, Lautstärke, Reaktivität, Empfindlichkeit, Diskriminierungs-/All-Metal-Verhalten und die Stereo-Verteilung.
Voraussetzungen
- Ein XP DEUS II mit Firmware 4.x auf Fernbedienung, Kopfhörer und Spule – alle Komponenten auf identischem Firmwarestand.
- Ein echter Stereo-Kopfhörer: WS6 ST, WSA ST oder WSA XL ST. Erst mit gekoppeltem Stereo-Kopfhörer werden die Menüs für Multi-Processing und Morphing freigeschaltet.
- Vor einem Update eigene Programme sichern bzw. dokumentieren – Benutzerprogramme können beim Firmware-Update verloren gehen bzw. zurückgesetzt werden.
Update-Warnung V4.0Version 4.0 durfte ausschließlich mit einem Stereo-Kopfhörer installiert werden. Wer V4.0 auf ein Gerät mit altem WS6 oder WSA II aufspielte, hatte danach stumme Kopfhörer und musste die Fernbedienung auf V3.1 zurücksetzen. Mit V4.1 ist dieses Problem behoben.
Firmware-Fahrplan: V4.0 → V4.1 → V4.2
Die Morphing-Funktionen sind mit V4.0 eingeführt und in den Folgeversionen erweitert worden. Ein kurzer Überblick, damit Sie wissen, was Ihr Gerät können sollte.
Einführung von Stereo Multi-Processing, Multi-Reactivity und Audio Morphing. Stereo-Chorus für schwache, tiefe Ziele. Parallele Nutzung von Motion- und Non-Motion-Modus. Vierter Audiotyp „Low Square“. Nur mit Stereo-Kopfhörern nutzbar.
Volle Ökosystem-Kompatibilität: auch nicht-stereofähige Kopfhörer (WSA II, WSA II XL, WS6) lassen sich wieder aktualisieren. „Low Square“ für alle. Neue MI-6-Stereo-Audiooptionen und unabhängige MI-6-Lautstärke. Verbesserter statischer Modus auf Kanal 2 mit feiner Tonhöhenkorrektur für mehr Tiefe. Dual-Axis-Erkennung.
Kompatibilitäts-Update: XP verbindet die DEUS II- und die ICON-Welt. Die 28-cm-ICON-Spule wird DEUS-II-kompatibel, und alle DEUS-II-Funk-Kopfhörer arbeiten zusätzlich mit XP ICON und ICON X zusammen. Dazu kleinere Fehlerkorrekturen.
Vor jedem UpdateFernbedienung und alle Funk-Kopfhörer auf denselben Versionsstand bringen. Geräte mit unterschiedlichen Firmwareständen arbeiten nicht mehr zusammen.
Was „Morphing“ akustisch bedeutet
Morphing kombiniert zwei Audioantworten abhängig davon, wie stark bzw. wie nah ein Ziel unter der Spule liegt. Der Klang verändert sich also, während Sie sich dem Ziel nähern: Ein Objekt in großer Tiefe klingt beim ersten Überschwenken anders als dasselbe Objekt direkt unter der Spule. Damit wird der Abstand zum Ziel akustisch erfahrbar – ohne Blick aufs Display.
Keine Zentimeter-AnzeigeMorphing ist als akustische Tiefen- bzw. Signalstärke-Information gedacht, nicht als verlässliche absolute Tiefenangabe. Bodenmineralisierung, Objektgröße, Lage, Material und Maskierung durch Eisen verändern den Klang ebenfalls.
Ergänzend arbeitet der Stereo-Chorus: Er verbreitert schwache, tiefe Signale im Stereoraum und gibt ihnen eine räumliche „Präsenz“. So heben sich Flüstersignale hörbar besser aus dem Grundrauschen ab.
Morph 1 vs. Morph 2 im Vergleich
Tabelle seitlich wischen
| Merkmal | Morph 1 | Morph 2 |
|---|---|---|
| Grundkonzept | Zwei-Ton-Morphing | Drei-Ton-Charakter auf Kanal 1 |
| Klang bei Annäherung | Zwei harmonische Tonpaare mischen sich zunehmend | Weicher, harmonischer Übergang über Eisen und Nichteisen |
| Besonderheit | Chorus-Effekt für entfernte bzw. schwache Ziele | Kanal 2 wird erst sehr nahe am Ziel deutlich hörbar |
| Praktischer Schwerpunkt | Tiefe, grenzwertige und schwache Signale besser wahrnehmen | Flache Ziele und schnelle Nähe-/Oberflächeninformation |
| Lernaufwand | Höher – schwache Signale und Chorus sind zunächst ungewohnt | Intuitiver – flache Ziele „gehen“ deutlich anders auf |
| Sinnvoll auf | Ruhigen, mehrfach begangenen Flächen; sauberen bis mäßig eisenhaltigen Äckern; Tiefenzielsuche | Allgemeiner Feldsuche, Park-/Wiesenflächen, Flächen mit viel oberflächlichem Kleinmetall |
| Hauptrisiko | Zu aggressive Werte überbetonen Boden- und Kleinstsignale | Bei viel Oberflächenmüll schnell sehr „lebhaft“ |
Morph 1 im Detail
Das Werks-Preset basiert auf zwei Tönen. Sowohl eisenhaltige als auch nichteisenhaltige Ziele verändern beim Annähern ihren Klang durch die Mischung harmonischer Tonpaare. Für weit entfernte bzw. schwache Ziele wird zusätzlich ein Chorus-Effekt eingeblendet, damit diese klanglich breiter und auffälliger wirken.
Morph 2 im Detail
Kanal 1 arbeitet mit einem Dreiton-Ansatz. Kanal 2 wird erst deutlich, wenn die Spule dem Ziel sehr nahe kommt. Das macht oberflächennahe Ziele akustisch auffällig und erlaubt einen besonders weichen Übergang zwischen verschiedenen Zielarten. Reichweite und Stärke dieses Effekts lassen sich über die Empfindlichkeit von Kanal 2 ausweiten.
Der einfachste Praxis-Trick: Tiefe am Kanalverhalten ablesen
Unabhängig vom Morph-Preset ergibt sich aus dem Zwei-Kanal-Prinzip eine sehr nützliche Faustregel. Stellen Sie Kanal 2 auf eine niedrigere Empfindlichkeit als Kanal 1. Dadurch hat Kanal 2 eine geringere Suchtiefe – und Sie hören am Kanalverhalten sofort, wie tief ein Ziel ungefähr liegt.
Nur auf Kanal 1 hörbar
Das Ziel liegt eher tief im Boden. Kanal 2 mit geringerer Reichweite erreicht es noch nicht.
Auf beiden Kanälen hörbar
Das Ziel liegt eher oberflächennah – beide Kanäle sprechen an.
Beste Praxis-Einstellungen
Die „beste“ Einstellung ist flächenabhängig. Die folgenden Werte sind Startpunkte, keine Dogmen. XP weist selbst darauf hin, dass die Werkseffekte bewusst moderat gewählt sind, damit der Klang nicht überfordert. Bewährt hat sich: das Werks-Preset zunächst unverändert nutzen, auf bekannten Zielen einhören und danach jeweils nur einen Parameter verändern.
Setup A · Morph 1 für tiefe Münzen und schwache Signale
Der sinnvollste Start für geübte Sondengänger auf einem Acker mit wenig bis mittlerem Eisenanteil.
Tabelle seitlich wischen
| Einstellung | Startwert | Warum |
|---|---|---|
| Basis | Morph 1 | Zwei-Ton-Morphing plus Chorus für schwache Ziele |
| Kanal 1 | Als Hauptkanal lassen | Der vertraute Hauptsound bleibt die Entscheidungsbasis |
| Kanal 2 | Aktiv, hörbar, nicht dominant | Ergänzt Tiefe/Signalcharakter statt zu überfordern |
| CH2-Empfindlichkeit | Werk, dann schrittweise erhöhen | Mehr CH2-Sensitivität verlängert den Morph-Bereich, erhöht aber die Unruhe |
| Reaktivität | 1,5–2,5 | Gute Tiefe bei noch brauchbarer Trennung (sauberer Acker) |
| Reaktivität bei Eisen | 2,5–3 | Bessere Entmaskung und Zieltrennung |
| Audio Response | 3–4 | Erhält die Lautstärkedynamik zur Tiefeneinschätzung |
| Chorus / FX | Werk, bei ruhigem Boden FX für tiefe Ziele testen | Verstärkt die räumliche Präsenz tiefer Signale |
| Stereo-Balance | 50/50 | Erst die Klangsprache beider Kanäle lernen |
| Sweep | Ruhig bis mittel | Zu hastiges Schwingen nimmt tiefe Randinformationen weg |
Audio Response nicht überdrehenSie verstärkt die Lautstärke sehr tiefer Signale, liefert aber keine zusätzliche Ortungstiefe. Bei hohen Werten werden kleine Fehl-/Bodensignale lauter, die Klangdynamik wird komprimiert und die Tiefeneinschätzung schlechter.
Wann graben? Bei Morph 1 lohnt das Nachprüfen vor allem bei reproduzierbaren, schmalen, wiederholbaren Signalen, die beim sauberen Kreuzschwenk ihren räumlichen/chorusartigen Charakter behalten. Ein breites, wechselhaftes oder nur aus einer Richtung hörbares „Wabern“ ist zunächst eher ein Prüfziel als ein klares Gut-Signal.
Setup B · Morph 2 als universeller Lern- und Flachzielmodus
Wenn Sie Morphing erstmals sinnvoll in den Alltag integrieren möchten, ist Morph 2 meist der leichtere Einstieg.
Tabelle seitlich wischen
| Einstellung | Startwert | Warum |
|---|---|---|
| Basis | Morph 2 | Flache Ziele werden sehr klar akustisch markiert |
| Kanal 1 | Werkswert beibehalten | Der 3-Ton-Grundcharakter soll erlernt werden |
| Kanal 2 | Werkseinstellung | Kommt erst in unmittelbarer Zielnähe deutlich dazu |
| CH2-Empfindlichkeit | Erst nach 1–2 Suchgängen erhöhen | Mehr Sensitivität vergrößert den hörbaren Morph-Bereich |
| Reaktivität | 2–2,5 | Starker Allroundbereich auf Acker, Wiese, normalem Müllniveau |
| Reaktivität bei viel Eisen | 2,5–3,5 | Bessere Separation von Nichteisen neben Eisen |
| Audio Response | 3–4 | Gute Tiefen-/Lautstärkedynamik erhalten |
| Sweep | Gleichmäßig, nicht hektisch | Sie hören besser, wann Kanal 2 dazukommt |
| Einsatz | Feld, Wiese, Park (moderat verschrottet) | Gute Orientierung bei flachen und mitteltiefen Zielen |
Morph 2 ist besonders sinnvoll, wenn Sie viele oberflächennahe Nichteisen-Ziele, dünne Folien, Alu, Kleinstteile oder moderne Verluste hören und deren Nähe schneller einordnen möchten. Ein Diskriminierungszauber ist es aber nicht: Ein oberflächlicher Aluschnipsel kann weiterhin sehr überzeugend klingen.
Setup C · Eisenacker – lieber Dual React als Morph erzwingen
Auf wirklich eisenverseuchten mittelalterlichen Flächen würde ich Morph nicht als erstes Werkzeug wählen. Dort ist meist die Kombination unterschiedlicher Reaktivitäten wichtiger.
- Dual React kombiniert einen hochreaktiven Kanal für oberflächennahe bzw. eisennahe Ziele mit einem niedriger reaktiven Kanal für tiefe Ziele.
- Hohe Reaktivität hilft bei der Trennung nah beieinanderliegender Ziele; niedrige Reaktivität bringt unter passenden Bedingungen mehr Tiefenwirkung.
- Bewährter Startpunkt für eine eigene Stereo-Konfiguration: Kanal 1 mit Reaktivität ca. 3 und Diskriminierung als Hauptkanal, Kanal 2 mit ca. Reaktivität 1 und tieferem/ruhigerem Klangprofil (z. B. Low Square) als Ergänzung.
Konkrete Programm-Startpunkte für Stereo
Prg. 1 – GENERAL
Basis GENERAL (FMF). Reaktivität 2–2,5, Diskriminierung 8–12, empfohlen 3–5 Töne.
Kanal 1 (L): Reaktivität 3,0 / Diskri 10 / Pitch
Kanal 2 (R): Reaktivität 1,0 / Low Square
Audio Morphing: EIN
Prg. 5 – PARK
Basis PARK (FMF). B.Caps auf 2, Notch 23–35 gegen Alufolie, Reaktivität 1,5–2.
Kanal 1: Standard-Park
Kanal 2: Reaktivität 0,5–1,0 für tiefe Münzen
Multi-Reactivity: EIN · Stereo-Chorus: aktiv
Gehör gewöhnt sich schnellBei Multi-Reactivity und Morphing lohnt sich etwas Geduld – geben Sie sich ein bis zwei Touren, um die neuen Klänge zu verinnerlichen.
Bedienung: Preset aktivieren
- Stereo-Kopfhörer einschalten und korrekt koppeln.
- DEUS II starten und das gewünschte Basisprogramm wählen.
- Menü öffnen und den Bereich Multi-Processing (MULTI-PROC) aufrufen.
- Mit den Tasten − und + zwischen Morph 1, Morph 2, Dual React und Dual Axis wechseln.
- Zuerst mindestens einen kompletten Suchgang mit den Werkswerten laufen.
- Erst danach den Experten-Bereich öffnen und einzelne Werte verändern.
- Ein gelungenes Setup als Nutzerprogramm speichern – der aktive Multi-Process-Stand wird dabei übernommen.
Parameter richtig interpretieren
Tabelle seitlich wischen
| Parameter | Sinnvolle Nutzung |
|---|---|
| CH1 / CH2 | CH1 ist das aktuelle Hauptprogramm; CH2 kann aus, All Metal oder Discri sein |
| Pan-/Stereo-Balken | Regelt Position bzw. Mischung beider Kanäle; mit 50/50 beginnen |
| CH2-Sensitivität | Bestimmt, wie stark/weit das zweite Signal am Morphing beteiligt ist |
| Reaktivität | 0–1 für ruhige, offene Fläche und Tiefe; ca. 2–2,5 als Allroundbereich; 3–5 bei Eisen, dichtem Müll oder schwieriger Mineralisierung |
| Audio Type | Unterschiedliche Klangcharaktere pro Kanal; Low Square eignet sich als ruhiger Ergänzungskanal |
| Audio Response | Nur Lautstärke-/Dynamikverhalten, keine echte Mehrtiefe |
| FX (Chorus) | Räumliche Verbreiterung – dokumentiert für tiefe Ziele, flache Ziele, tiefes Eisen und flaches Eisen |
| CH2-Reaktivität unter 0 | Aktiviert im zweiten Kanal Auto-Tune-/Non-Motion-Varianten; sinnvoll für bewusstes Arbeiten mit Dual Axis bzw. statischem Kanal |
Zur FX-ZuordnungDie vier Chorus-Profile für tiefe/flache Ziele und tiefes/flaches Eisen sind in der XP-Addendum-Dokumentation zum V4-Update beschrieben. Grundprinzip: Der Chorus hebt schwache, tiefe Signale räumlich hervor; für Eisen lassen sich sehr eigenständige Klangprofile anlegen.
Konkrete Empfehlung für Acker- und historische Flächensuche
- Morph 2 zuerst – zwei bis drei Touren nahezu original lassen. Es vermittelt das Grundprinzip am schnellsten, weil flache Ziele deutlich hörbar anders reagieren.
- Danach Morph 1 auf ruhigen, gut abgesuchten Flächen einsetzen. Dort ist der Chorus bei wiederholbaren, schwachen Rand-Signalen wirklich hilfreich.
- Auf stark eisenhaltigen mittelalterlichen Fundplätzen lieber parallel Dual React testen – die Kombination aus hoher Trennschärfe und einem tieferen Kanal bringt in der Praxis oft mehr als ein komplexes Morph-Klangbild.
- Nur einen Parameter pro Tour verändern: zuerst CH2-Sensitivität, dann Balance, danach FX und Reaktivität.
- Ein kleines Testfeld anlegen: gleiche Objektklasse in ca. 5, 15 und 25–30 cm Tiefe, dazu ein Nichteisen-Ziel direkt neben Eisen. Nicht auf Lufttests vertrauen – die reale Bodenreaktion entscheidet.
Häufigster FehlerMorph 1 extrem „aufzudrehen“ und dann jeden breiten, chorartigen Hauch als Tiefenziel zu behandeln. Besser: niedrige bis mittlere Audio Response, moderate CH2-Sensitivität, langsame reproduzierbare Schwenks und konsequentes Kreuzschwenken. Dann wird Morphing zur Zusatzinformation – während Klangsauberkeit, Wiederholbarkeit und Verhalten aus mehreren Richtungen die wichtigsten Grabentscheidungen bleiben.
Häufige Fragen
Brauche ich für Morph 1 und Morph 2 zwingend Stereo-Kopfhörer?
Ja. Die Morphing- und Multi-Processing-Menüs werden erst mit einem gekoppelten Stereo-Kopfhörer freigeschaltet: WS6 ST, WSA ST oder WSA XL ST. Ohne Stereo-Kopfhörer bleibt der DEUS II im klassischen Einkanal-Betrieb.
Was ist der Unterschied zwischen Morph 1 und Morph 2 in einem Satz?
Morph 1 (Zwei-Ton plus Chorus) hebt schwache, tiefe Ziele hervor; Morph 2 (Dreiton auf Kanal 1, Kanal 2 erst in unmittelbarer Nähe) markiert flache Ziele besonders klar.
Zeigt Morphing die Tiefe in Zentimetern an?
Nein. Morphing liefert eine akustische Tiefen- bzw. Signalstärke-Information, keine absolute Zentimeter-Angabe. Bodenmineralisierung, Objektgröße, Lage, Material und Eisenmaskierung beeinflussen den Klang zusätzlich.
Welches Preset eignet sich für den Einstieg?
Morph 2. Flache Ziele reagieren deutlich hörbar anders, dadurch versteht man das Grundprinzip am schnellsten. Zwei bis drei Touren mit den Werkswerten genügen meist.
Und auf stark eisenhaltigen Flächen?
Dort ist Dual React häufig die bessere Wahl: ein hochreaktiver Kanal für nahe/eisennahe Ziele plus ein niedriger reaktiver Kanal für Tiefe. Die Kombination bringt oft mehr als ein komplexes Morph-Klangbild.
Erhöht die Audio Response die Suchtiefe?
Nein. Audio Response verändert nur Lautstärke und Dynamik. Zu hohe Werte machen kleine Fehl- und Bodensignale lauter und verschlechtern die Tiefeneinschätzung.
Passendes Zubehör & Geräte
Sie möchten das Stereo-Erlebnis voll ausschöpfen oder haben Fragen zur richtigen Konfiguration? Wir beraten Sie gern – von Sondengängern für Sondengänger.
Quellen: XP Metal Detectors (offizielle V4.0/V4.1-Update-Seiten und Addendum-Dokumentation) sowie unabhängige Praxis- und Händlerbeschreibungen. Angaben ohne Gewähr; Firmware-Funktionen können sich mit künftigen Updates ändern.








