Tiefen-Allmetallsuche für hochmineralisierte Böden und Kleinstgold – seit Firmware 3.1 umfassend überarbeitet, mit V4.0 nochmals empfindlicher auf niederleitfähige Ziele und in V4.1 (Mai 2026) um neue Audio-Typen erweitert.
Das GOLDFIELD-Programm (Werksprogramm 8) ist beim XP DEUS II das spezialisierteste der Werksprogramme. XP hat es entwickelt für eine ganz bestimmte Herausforderung: hochmineralisierte Böden, in denen kleine, niederleitfähige Ziele wie Goldnuggets oder feiner Goldschmuck normalerweise vom Bodenrauschen oder von Eisenwerten verschluckt werden.
Anders als konventionelle Diskriminierungs-Programme nutzt Goldfield einen echten Allmetall-Modus: Der Detektor lehnt nicht pauschal alle Bodenwerte unterhalb eines Grenzwerts ab, sondern nur exakt den aktuell vorliegenden Bodenwert. Genau dafür ist der präzise Bodenabgleich per GRAB-Verfahren so essenziell – und genau das wurde mit Firmware 3.1 nochmals verbessert.
Kurz zusammengefasst: Goldfield ist kein Allround-Programm. Es ist ein Spezialwerkzeug – richtig eingesetzt findet es Dinge, die kein anderes Programm im DEUS II hört. Falsch eingesetzt liefert es Bodenrauschen.
FMF-Multifrequenz mit Frequenzaddition. Maximale Frequenz programmabhängig bis 40 kHz (Standardspule) bzw. 89 kHz (HF2-Spule).
Festgelegt auf PITCH-Audio. Seit V3.1 zusätzlich PITCH 2, mit V4.1 kommt LOW SQUARE als verfeinerter Rechteck-Ton mit tieferem Tonprofil hinzu.
Statt klassischer Disk-Schwelle arbeitet das Programm mit IAR (Iron Amplitude Rejection), das ausschließlich auf starke, oberflächennahe Eisensignale wirkt.
Zwingend erforderlich, primär über GRAB (Spule mehrfach senkrecht zum Boden pumpen). Tracking ist möglich, manuelle Werte ebenfalls.
Niedrig bis mittel (1–3). Bei sehr mineralisierten Böden empfiehlt XP eine Erhöhung – sonst flacher arbeiten für maximale Tiefe.
Seit Firmware 3.1 reagiert das Programm auf Goldstücke ab ca. 0,01 g – ein Bereich, der zuvor außerhalb der Reichweite lag.
Das Goldfield-Programm ist mit jedem größeren Firmware-Update spürbar verändert worden. Wer auf einer älteren Version unterwegs ist, arbeitet effektiv mit einem anderen Programm als jemand auf der aktuellen V4.1. Hier ist die zeitliche Entwicklung im Überblick:
Die große Überarbeitung
Stereo-Audio und Goldfield-Feinschliff
Volles Ökosystem, neue Audio-Typen, mehr Kontrolle
Wichtig zum V4.1-Update: Fernbedienung und Kopfhörer müssen zwingend auf derselben Firmware-Version laufen. Werden die Komponenten ungleich aktualisiert, funktioniert das Zusammenspiel nicht. Bitte vor der Suche prüfen, ob WS6/WSA und Fernbedienung beide auf V4.1 sind.
Wer das alte V2.0-Verhalten zurück möchte: XP empfiehlt, auf PITCH (statt PITCH 2) zu wechseln, die AUDIO RESPONSE auf 3 zu senken und den AUDIO FILTER zu deaktivieren. So fühlt sich Goldfield wieder an wie unter V2.0 – das gilt auch unter V4.1 weiterhin.
Die folgende Tabelle fasst die offiziellen XP-Empfehlungen und die in der Praxis bewährten Werte zusammen. Sie gelten für Firmware V3.1 und sind unter V4.0 / V4.1 unverändert anwendbar.
| Parameter | Sauberer Boden | Stark mineralisiert |
|---|---|---|
| Sensitivität | 90–95 | knapp unter Instabilitätsschwelle |
| Reaktivität | 1 – 1,5 | 2 – 3 XP V3.1 |
| Bodenabgleich | GRAB einmal sauber | GRAB regelmäßig nachregeln |
| Audio-Ton | PITCH 2 oder LOW SQUARE V4.1 | PITCH (klassisch) |
| Audio Response | 5 – 7 | 3 – 5 |
| IAR (Eisenausblendung) | 0 – 1 | 2 – 3 |
| Max. Frequenz | 40 kHz / 89 kHz HF2 | 40 kHz / 89 kHz HF2 |
Wichtig: Einstellungen aus Foren oder Videos bitte immer mit Angabe der Firmware-Version übernehmen. Werte, die für V2.0 entwickelt wurden, verhalten sich in V3.1 spürbar anders – besonders im Goldfield.
Auch wenn der Name an Australien oder Kalifornien denken lässt – Goldfield hat in Deutschland durchaus seine Daseinsberechtigung. Allerdings nicht überall. Hier eine ehrliche Einschätzung.
Praxis-Tipp: Wer in Deutschland überwiegend auf Acker und Wiese sucht, fährt mit Programm 1 (Allgemein), 2 (Sensitiv) oder 5 (Park) deutlich besser. Goldfield gezielt dort einsetzen, wo der Mineralisierungs-Balken durchgehend hoch ausschlägt.
Zum Goldfield-Programm kursieren im Netz viele Aussagen – manche stammen noch aus DEUS I-Zeiten. Hier eine sachliche Einordnung:
Nicht zwingend. Goldfield arbeitet auch mit der originalen 9"- oder 11"-Spule sehr gut. Die HF2-Spule erweitert den Frequenzbereich allerdings deutlich nach oben (bis 89 kHz FMF bzw. 120 kHz Mono) und bringt damit gerade für kleinste Targets unter 0,5 g spürbare Vorteile.
Bei konstant mineralisiertem Boden ja, bei wechselnden Verhältnissen kann Tracking auch gute Targets ausgleichen und damit „weglernen". XP empfiehlt für Goldfield primär den manuellen GRAB-Abgleich und das regelmäßige Nachregeln per Pump-Methode.
Das ist gewollt. XP hat das Audio-Verhalten mit V3.1 grundlegend überarbeitet, V4.0 hat die Empfindlichkeit weiter verfeinert und V4.1 bringt mit LOW SQUARE einen zusätzlichen Audio-Typ. Wer das alte Klangbild zurück möchte, wechselt auf PITCH (statt PITCH 2 oder LOW SQUARE), reduziert AUDIO RESPONSE auf 3 und deaktiviert den AUDIO FILTER.
Indirekt ja. V4.1 selbst hat keine neuen Goldfield-spezifischen Algorithmen, dafür aber den neuen Audio-Typ LOW SQUARE (ein verfeinerter Rechteck-Ton mit tieferem Profil) und einen verbesserten Static-Modus für maximale Tiefe. In Kombination mit den Goldfield-Verbesserungen aus V3.1 und V4.0 ergibt das die bisher beste Konfiguration für Kleinstgold und tiefe niederleitfähige Ziele.
Für nassen, salzigen Sand ist Goldfield nicht das richtige Werkzeug. Dort sind die Programme 10 (Tauchen), 11 (Strand) und 12 (StrandSens) deutlich überlegen. Auf trockenem Sand ohne hohen Salzgehalt kann Goldfield eingesetzt werden, ist aber nicht die naheliegende Wahl.
Ja. Die persönlichen Anpassungen lassen sich auf einen der freien Programmplätze speichern. So bleibt das Werksprogramm 8 unverändert, und Ihre individuelle Goldfield-Konfiguration ist jederzeit aufrufbar.
Ja. XP stellt alle Firmware-Updates seit Markteinführung kostenlos über das XP Update Tool zur Verfügung – das gilt für V3.1, V4.0 und V4.1 gleichermaßen. Das Update läuft für die Fernbedienung, die Kopfhörer (WS6, WSA II, WSA II XL, WS6-ST, WSA-ST, WSA-XL-ST) und die Suchspulen. Wichtig: Fernbedienung und Kopfhörer müssen zwingend auf derselben Firmware-Version laufen, sonst funktioniert das Zusammenspiel nicht.
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Andreas Licht
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