
GO TERRAIN ist die Gelaende-, Fund- und Routen-Dokumentations-App von XP Metal Detectors für Android und iOS. Sie zeichnet Ihre Suchgaenge auf, setzt Fundpunkte mit GPS-Position und dokumentiert jeden Fund samt Foto, Audio und Video. Grundsaetzlich arbeitet die App markenoffen – Funde lassen sich mit jedem Detektor manuell eintragen. Mit DEUS II, DEUS/WS6 MASTER und ORX (sowie teilweise dem XTREM HUNTER) werden Ziel-ID und Bodeninformation zusätzlich direkt per Bluetooth übernommen. Für die spätere Auswertung am PC gilt: KML ist die beste Wahl für Google Earth und den BayernAtlas, GPKG/GeoPackage die vollständige Profi-Sicherung inklusive Medien und ideal für QGIS.
GO TERRAIN soll Ihre Suchgänge räumlich nachvollziehbar machen. Die App zeichnet die gelaufene Strecke auf, setzt Fundpunkte mit GPS-Position, dokumentiert die Funddaten und erlaubt die spätere Auswertung am Smartphone oder Computer. XP beschreibt die App inzwischen ausdrücklich als markenübergreifend nutzbar; der eigentliche Mehrwert eines XP-Detektors bleibt die automatische Datenübernahme per Bluetooth.
Aufzeichnung von Suchrouten inklusive Strecke, Zeit und aller Fundpositionen.
Name, Datum, Größe, Gewicht, Target-ID, Epoche, Material und Freitext je Fund.
Maximal drei Fotos, eine Audioaufnahme und ein Video direkt am Fundpunkt.
Bei XP-Detektoren Übernahme von Leitwert/Target-ID und Bodeninformation.
Flächen zeichnen, importieren, exportieren – optional mit Warnung beim Verlassen.
Frühere Tracks einblenden, Gruppenmodus, Heatmap und Cloud-Sync (Premium).
Wichtig zur Genauigkeit: Die Fundposition ist immer die Position des Telefons im Moment des Speicherns – nicht exakt die Stelle der Spule. Tragen Sie das Smartphone für bessere GPS-Qualität am Oberarm oder in einer Brusttasche; in der Hosentasche verschlechtern Körperabschattung und wechselnde Ausrichtung die Genauigkeit.



Die Standardversion ist kostenlos und deckt Trackaufzeichnung, Fundpunkte, manuelle Eingabe und die Bluetooth-Übernahme bei XP-Detektoren ab. Für Team-Suche, Cloud-Sicherung und die professionelle Datenanalyse gibt es die Premium-Version als günstiges Jahresabo – XP selbst spricht sinngemäß von den Kosten „eines Kaffees pro Monat für ein Jahr“. Da sich der Preis je nach Store und Region unterscheiden kann, prüfen Sie den aktuellen Betrag direkt im App Store bzw. bei Google Play.
| Funktion | Standard (kostenlos) | Premium |
|---|---|---|
| Routen & Fundpunkte | ja | ja |
| Manuelle Funde (alle Marken) | ja | ja |
| Bluetooth-Ziel-ID (XP) | ja | ja |
| Export KML & GPX | ja | ja |
| Cloud-Synchronisation | – | ja |
| Gruppenmodus (Live-Positionen) | – | ja |
| Heatmap / Funddichte | – | ja |
| Aktivitäten zusammenführen | – | ja |
| GPKG-Export & -Import | – | ja |
Ein kompakter Überblick, wie GO TERRAIN im Gelände arbeitet – von der Trackaufzeichnung bis zur Funddokumentation:
Die aktuelle große Version 3 richtet sich besonders an anspruchsvolle Anwenderinnen und Anwender sowie an alle, die mit archäologischen Diensten und QGIS zusammenarbeiten. Die wichtigsten Neuerungen:
Beim ersten Start fragt GO TERRAIN je nach Funktion folgende Freigaben ab:
| Modus | Verhalten | Sinnvoll für |
|---|---|---|
| AUTO | Die App erhält Zielinformationen automatisch und setzt sie auf die Karte. Standardmäßig muss ein gleichlautender Leitwert dreimal in fünf Sekunden erkannt werden. | Saubere, wenig vermüllte Flächen und dokumentierte Raster-/Flächensuche. |
| PUSH | Bei angezeigter Target-ID die mittlere Taste der Fernbedienung etwa fünf Sekunden halten; nur dann wird der Punkt übertragen. | Eisenverseuchte Böden, selektive Dokumentation und hochwertige Einzelfunde. |
Im AUTO-Modus füllt eine fundreiche oder stark eisenhaltige Fläche die Karte schnell mit Punkten. Für Ackerflächen mit viel Schrott oder gezielte Fundstreuungen ist PUSH meist die sauberere Arbeitsweise: Sie übernehmen nur Signale, die Sie wirklich dokumentieren möchten. Eisenwerte von 0–19 zeigt XP als schwarze Punkte an, um die Darstellung zu entlasten. Der XTREM HUNTER arbeitet nur im PUSH-Modus; ein langer Tastendruck kann dort zusätzlich die aktuelle Position mit der ID 99 markieren.
Moderne Android- und iOS-Energiesparmechanismen können Bluetooth im Hintergrund einschränken. Wenn Fundmarkierungen unzuverlässig werden:
Für die langfristige Fundplatzanalyse lohnt sich ein einheitlicher Namens- und Tag-Standard. Ein Beispiel:
2026-08-28_Acker-West_Flur-XXKelten, Mittelalter, Acker, Wiese, NachsucheBronze-Fibel_Fragment_01, Silbermünze_unbestimmt_02So vergleichen Sie später in GO TERRAIN, Google Earth oder QGIS gezielt alle Aktivitäten eines Tags oder alle Buntmetall-Fundpunkte eines Areals. Version 3 hat dafür ausdrücklich ein Tag-Feld ergänzt.
GO TERRAIN bietet drei relevante Aktivitätsformate. Der Export läuft über:
Menü › Meine Aktivitäten › Aktivität wählen › Drei-Punkte-Menü oben rechts › Exportformat wählen. Medien lassen sich zusätzlich separat aus Galerie bzw. Fundliste exportieren.
| Format | Enthält | Ideal für | Einschränkung |
|---|---|---|---|
| KML | Route, Fundpunkte, Geodaten; keine Medien | Google Earth, BayernAtlas, Fundverteilung | Keine eingebetteten Fotos/Videos/Audios |
| GPX | GPS-Punkte und Tracks; keine Medien | GPS-Programme, Track-Viewer, Outdoor-Apps | Weniger geeignet für komplexe GIS-Auswertung |
| GPKG / GeoPackage | Vollständige Daten inkl. Medien in einer Datei | QGIS, GIS, Langzeitarchiv | Premium; nicht direkt in Google Earth/BayernAtlas |
| ZIP-Backup | Lokale App-Sicherung der Datenbank | Smartphone-Wechsel, Notfallwiederherstellung | Nur mit demselben GO-TERRAIN-Konto lesbar |
Wichtige Sicherungsregel: Eine Abmeldung aus GO TERRAIN kann lokal gespeicherte, nicht synchronisierte Aktivitäten, Fundpunkte und Tracks löschen. Erstellen Sie deshalb vor App-Wechsel, Smartphone-Wechsel, Neuinstallation oder Abmeldung immer mindestens ein lokales ZIP-Backup und zusätzlich einen KML-/GPKG-Export auf den PC. Cloud-Synchronisation ersetzt keine eigene Sicherung.
Für Google Earth ist der GO-TERRAIN-Export als KML der direkteste Weg – KML stellt Punkte, Linien und Flächen dar. In Google Earth Web arbeiten Sie am zuverlässigsten mit KML/KMZ: über Neu › Datei in Projekt importieren die .kml-Datei hochladen und als Datenebene übernehmen. In Google Earth Pro (Desktop) genügt Datei › Öffnen oder Drag & Drop; die Aktivität erscheint unter „Temporäre Orte“ und lässt sich per Ort speichern unter … dauerhaft archivieren. GPX sollten Sie für die Webversion vorher in KML umwandeln – oder gleich KML aus GO TERRAIN exportieren.
Ist der BayernAtlas des LDBV gemeint, importiert dieser lokale KML-, GPX-, GeoJSON- und EWKT-Dateien. So laden Sie Ihre Daten:
.kml/.gpx-Datei laden – alternativ per Drag & Drop aufs Kartenfenster.Für zuschaltbare Vektordateien gelten im BayernAtlas eine maximale Dateigröße von 3 MB und maximal 10.000 Stützpunkte. Bei sehr langen Tracks lohnt es sich, Aktivitäten nach Tagen oder Flächen getrennt zu exportieren.
Für die fundplatzbezogene Analyse ist QGIS + GPKG die leistungsfähigste Kombination. Exportieren Sie die Aktivität als GPKG, starten Sie QGIS und laden Sie die Datei über Layer › Layer hinzufügen › Vektorlayer hinzufügen. Anschließend filtern Sie Fundpunkte nach Material, Epoche, Target-ID, Gewicht oder Tag und erstellen Wärme-/Dichteanalysen, Puffer und Abstände zu Wegen, Gewässern oder Fundclustern. XP beschreibt GPKG als offene, SQLite-basierte Datenbank, die von den meisten GIS-Programmen nativ gelesen wird.
| Werkzeug | Stärke |
|---|---|
| Google Earth | Schnelle visuelle Kontrolle auf Satellitenbild und 3D-Gelände |
| BayernAtlas | Bayerische Luftbilder, Karten- und Fachdatenebenen im Browser |
| QGIS | Strukturierte Auswertung, Filter, Geodatenanalyse, Langzeitarchiv |
| GO TERRAIN | Erfassung und unmittelbare Geländeübersicht am Smartphone |
GO TERRAIN kann Aktivitäten und Flächen auch wieder einlesen. Aktivitäten importieren Sie über Menü › Meine Aktivitäten › Drei-Punkte-Menü › Import – möglich sind KML- und GPX-Aktivitäten aus Google Earth oder GO TERRAIN sowie (ab Version 3, Premium) GPKG-Aktivitäten inklusive Fotos/Videos.
Für Suchzonen empfiehlt sich KML: Zeichnen Sie in Google Earth ein Polygon für Erlaubnisgrenzen, Pachtfläche oder Sperrbereich, speichern Sie es als KML und importieren Sie es in GO TERRAIN unter Meine Zonen. Aktivieren Sie die Zone vor dem Start – bei sauber gezeichneter Grenze warnt die App beim Verlassen des Bereichs. So trennen Sie erlaubte Suchflächen klar von Ausschlussflächen.
Such- und Funddaten sind sensibel. Teilen Sie KML- oder GPKG-Dateien nur mit Personen, denen Sie die exakten Fund- und Flächenkoordinaten wirklich anvertrauen möchten. Insbesondere bei archäologisch relevanten Fundstellen haben Genehmigung, Meldepflichten und die Vorgaben des Denkmalschutzes immer Vorrang. In Bayern ist etwa eine Nachforschungsgenehmigung nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz zu beachten; die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland. Klären Sie die rechtliche Lage vor Ort, bevor Sie eine Fläche begehen.
Nein. GO TERRAIN funktioniert markenoffen mit manuell gesetzten Funden. Die automatische Übernahme von Ziel-ID und Bodeninformation per Bluetooth ist jedoch XP-Detektoren vorbehalten – konkret DEUS II, DEUS/WS6 MASTER und ORX sowie eingeschränkt dem XTREM HUNTER.
Die Standardversion ist kostenlos. Cloud-Synchronisation, Gruppenmodus, Heatmap, Zusammenführen von Aktivitäten sowie GPKG-Export/-Import gehören zur Premium-Version, die als günstiges Jahresabo angeboten wird. Den aktuellen Preis prüfen Sie am besten direkt im App Store oder bei Google Play.
KML. Es wird von beiden zuverlässig gelesen und stellt Route und Fundpunkte direkt dar. GPX funktioniert im BayernAtlas ebenfalls; für Google Earth Web sollten Sie GPX vorab in KML umwandeln.
In KML und GPX nicht. Medien exportieren Sie entweder separat aus Galerie/Fundliste oder Sie nutzen das GPKG-Format (Premium), das Fotos, Videos und Audios in einer Datei bündelt.
Nein. Gespeichert wird die Position des Smartphones im Moment des Speicherns. Bei genauer Dokumentation können Sie den Fundpunkt anschließend auf der Karte einige Meter versetzen.
Ja, GO TERRAIN ist für beide Systeme verfügbar und wird in über 170 Ländern angeboten.
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Andreas Licht
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