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Minelab Gold Monster 2000 Metalldetektor – Gold finden leicht gemacht

Testbericht

Minelab Gold Monster 2000™ – Spezialdetektor für die Goldnuggetsuche

Multi-Au™ Hybrid-SMF-PI-Technologie, Echo Wave™ Audio, Echtzeit-Goldwahrscheinlichkeitsanzeige & 3 Suchmodi für anspruchsvolle Goldfelder

Preis: 2.199,00 EUR Hersteller: Minelab Electronics, Australien IP55 – spritzwassergeschützte Elektronik Spule wasserdicht bis 1 m
Kurzfazit

Der Minelab Gold Monster 2000™ ist der Nachfolger des bewährten Gold Monster 1000 und repräsentiert einen bedeutenden technologischen Schritt in der Entwicklung spezialisierter Golddetektoren. Als weltweit erster simultaner Mehrfrequenz-Detektor (SMF), der explizit für die Goldnuggetsuche konzipiert wurde, verbindet er die Feinstemfindlichkeit von VLF-Geräten mit der Bodenanpassungsfähigkeit eines Pulsinduktions-Detektors – Minelab nennt diese Kombination Multi-Au™-Technologie. Der Frequenzbereich von 12 bis 76 kHz, das Echo Wave™-Audiosystem zur Unterscheidung von Gold, Eisen und Hot Rocks sowie der Echtzeit-Goldwahrscheinlichkeitsindikator machen den Gold Monster 2000 zu einem hochspezialisierten Werkzeug für Goldprospektoren. Mit 1,25 kg Gewicht, einem Kohlefaser-Teleskopgestänge und zwei mitgelieferten Wechselakkus ist das Gerät konsequent auf den mobilen Feldeinsatz ausgerichtet. Der Preis von 2.199 Euro spiegelt diese Positionierung als Profidetektor für die Goldsuche unmissverständlich wider.

Minelab Gold Monster 2000 – Goldsuche Metalldetektor Testbericht

1. Überblick – Minelab und der Gold Monster 2000™

Minelab Electronics ist ein australischer Hersteller mit Hauptsitz in Mawson Lakes bei Adelaide, der seit Jahrzehnten zu den technologischen Vorreitern in der Metalldetektion zählt. Das Unternehmen hat mit dem Equinox die simultane Multifrequenztechnologie für ein breites Publikum zugänglich gemacht und mit der GPX- sowie GPZ-Serie die weltweit führenden Pulsinduktions-Golddetektoren auf den Markt gebracht. Der Gold Monster 2000 eröffnet nun eine neue Kategorie: Er ist der erste simultane Mehrfrequenz-Detektor, der gezielt für die Goldnuggetsuche entwickelt wurde – und er vereint damit zwei Welten, die bislang getrennt gedacht wurden.

Der Vorgänger, der Gold Monster 1000, arbeitete mit einer festen Einzelfrequenz von ca. 45 kHz und war bekannt für seine herausragende Empfindlichkeit auf kleine Goldpartikel. Der Gold Monster 2000 geht darüber hinaus: Er sendet simultan in einem breiten Frequenzbereich von 12 bis 76 kHz und nutzt zusätzlich Zeitdomänentechniken aus der PI-Welt, um den Bodenausgleich in mineralisierten Böden zu stabilisieren. Für Sondengänger, die gezielt in Goldfeldern, an Bachbetten, in mineralisierten Bergbaulandschaften oder in historischen Goldgräbergebieten suchen, ist der Gold Monster 2000 das technisch aktuellste Instrument, das Minelab in diesem Segment anbietet.

Multi-Au™ SMF-PI-Hybrid Weltweit erster SMF-Golddetektor Echo Wave™ Audio IP55 – Spritzwasserschutz 1,25 kg Gesamtgewicht Kohlefaser-Teleskopgestänge

2. Lieferumfang

KomponenteDetails
Minelab Gold Monster 2000™Detektorkontrolleinheit mit LCD-Display, eingebautem Lautsprecher, Gold Chance Indicator und automatischer Rauschunterdrückung
GM2000-05 Suchspule (5″ / 12,7 cm)Runde Doppel-D-Spule, wasserdicht bis 1 m, inkl. Spulenschutz; kompakt und hochempfindlich auf kleinste Goldnuggets
2× Lithium-Ion-Akku (2.700 mAh)Wechselakkus für unterbrechungsfreien Betrieb; erster Akku leer – zweiten einsetzen und weitersuchen
Netzladegerät mit LänderadapternUniversaladapter für internationalen Einsatz; für den Betrieb in Australien, Europa und Nordamerika geeignet
KFZ-Batterieklemmen-LadekabelErmöglicht das Laden der Akkus direkt aus dem Fahrzeug – praktisch für abgelegene Goldfelder ohne Steckdose
Kohlefaser-TeleskopgestängeLeichtes, robustes Gestänge aus Kohlefaser und Glasfaser; eingezogen 65 cm, ausgezogen 138,2 cm
Universal-SchaftadapterErmöglicht die Montage der Steuereinheit an verschiedenen Nicht-Metall-Schäften; nützlich als Reservelösung
Kabelgebundene KopfhörerAnschluss über 3,5-mm-Klinke; für den Einsatz in lauten Umgebungen oder bei Wind
Hinweis zum Lieferumfang

Kein Pinpointer und keine Transporttasche im Lieferumfang. Die mitgelieferten Kopfhörer sind kabelgebunden und nicht wasserdicht. Für längere Gebirgs- oder Expeditionseinsätze empfiehlt sich ein zusätzlicher Ersatzakku. Optional ist eine größere 6×10-Zoll-Suchspule erhältlich, die den Flächendurchsatz erhöht.

3. Technische Daten

MerkmalWert / Beschreibung
TechnologieMulti-Au™ – simultane Mehrfrequenz mit PI-gestützter Bodenverarbeitung (Minelab-Eigenentwicklung)
Frequenzbereich12 – 76 kHz (simultane Mehrfrequenz, SMF)
Suchmodi3 Modi: Normal, Schwierig, Anfänger
EmpfindlichkeitManuell (10 Stufen), Automatik, Automatik Plus
Target-IDNumerisch 0 – 99
Gold Chance IndicatorEchtzeit-Wahrscheinlichkeitsanzeige: Gold / Hot Rocks / Eisen
BodenausgleichEasy-Trak™ (vollautomatisches Tracking) + Quick-Trak™ (manueller Schnellabgleich per Taste)
RauschunterdrückungAutomatisch (Noise Cancel) – scannt beim Einschalten aktiv nach EMI-Quellen
AudiosystemEcho Wave™: hohe Töne (Gold/Nicht-Eisen), tiefe Töne (Hot Rocks/Eisen)
Lautstärke12 Stufen regelbar
AudioausgängeEingebauter Lautsprecher; 3,5-mm-Kopfhörerbuchse
DisplayLCD, kontraststark (geeignet für Tag- und Nachteinsatz)
Akku2× 2.700 mAh Lithium-Ion (wechselbar); Laden per Netz- oder KFZ-Ladekabel
WasserdichtigkeitElektronik IP55 (spritzwassergeschützt); GM2000-05 Suchspule bis 1 m wasserdicht
Gestängelänge65 cm (eingezogen) bis 138,2 cm (ausgezogen)
Gewicht1,25 kg (inkl. Akku)
HerkunftMinelab Electronics Pty Ltd, Mawson Lakes, Australien; EU-Ansprechpartner: Minelab International Ltd, Cork, Irland

4. Multi-Au™-Technologie: Der Hybridansatz aus SMF und PI

Das Herzstück des Gold Monster 2000 ist die Multi-Au™-Technologie. Entgegen gelegentlicher Fehlannahmen handelt es sich nicht um einen klassischen Pulsinduktionsdetektor. Vielmehr arbeitet das Gerät als simultaner Mehrfrequenz-Detektor, der im Frequenzbereich von 12 bis 76 kHz sendet. Der PI-Anteil beschränkt sich auf die Bodenverarbeitung: Zeitdomänentechniken aus der PI-Welt werden genutzt, um den Bodenausgleich stabiler zu gestalten – insbesondere in stark mineralisierten, sogenannten heißen Böden.

Was SMF für die Goldsuche bedeutet

Klassische Golddetektoren auf VLF-Basis arbeiten mit einer festen Frequenz – typischerweise zwischen 18 und 70 kHz. Eine hohe Frequenz ist empfindlich auf kleine, schlecht leitende Objekte wie winzige Goldnuggets, reagiert aber auch stärker auf Bodenmineral­isierung. Eine niedrigere Frequenz ist stabiler in mineralisierten Böden, verliert aber Empfindlichkeit auf feine Goldpartikel. Ein simultaner Mehrfrequenz-Detektor sendet beide Bereiche gleichzeitig und verarbeitet die Signale kombiniert – er muss diesen Kompromiss also nicht eingehen. Das ist der Kern-Fortschritt des Gold Monster 2000 gegenüber seinem Vorgänger.

PI-gestützte Bodenverarbeitung

Die zusätzliche Einbindung von PI-Techniken in die Bodenverarbeitungslogik sorgt dafür, dass der Gold Monster 2000 in stark mineralisierten Roterden, schwarzsandhaltigen Fluss­sedimenten oder eisenoxidreichen Böden deutlich ruhiger arbeitet als ein reines VLF-Gerät. Das Ergebnis: weniger Falschsignale, stabiler­es Grundrauschen und verlässlichere Zielsignale – genau dort, wo Gold am häufigsten vorkommt.

Technischer Hinweis

Der Gold Monster 2000 ist kein reines PI-Gerät und erhebt auch keinen Anspruch darauf. Die PI-Technologie wird ausschließlich zur Bodenverarbeitung genutzt. Wer einen vollwertigen PI-Detektor für extreme Tiefe in hochmineralisierten australischen Goldfeldern benötigt, ist mit dem Minelab GPX 6000 oder GPZ 7000 besser beraten. Der Gold Monster 2000 positioniert sich als leichtes, mobiles Gerät für den breit­flächigen Einsatz – auch für Anfänger zugänglich.

5. Echo Wave™ Audio – Klangtrennung als Entscheidungshilfe

Das Audiosystem des Gold Monster 2000 basiert auf dem hauseigenen Echo Wave™-System. Es schichtet empfindliche Erkennungstöne mit Diskriminierungstönen übereinander: Hohe Töne zeigen leitfähige Ziele wie Gold, Kupfer oder Silber an; tiefe Töne signalisieren ferromagnetische Objekte (Eisen, Magnetit) oder heiße Steine. Durch diese Struktur bleibt die Empfindlichkeit auf kleine Goldnuggets erhalten, ohne dass schwache Goldsignale im Grundrauschen der Bodenmineral­isierung untergehen.

Bodenausgleich: Easy-Trak™ und Quick-Trak™

Der Bodenausgleich läuft in zwei Modi: Easy-Trak™ arbeitet vollautomatisch und passt die Bodenkompensation kontinuierlich an wechselnde Bedingungen an, ohne dass der Anwender eingreifen muss. Quick-Trak™ ermöglicht einen schnellen, manuellen Neuabgleich per Knopfdruck – nützlich, wenn man unmittelbar auf Hot Rocks tri@ft und sofortige Reaktion erforderlich ist. Beide Systeme sind auf die Multi-Au™-Engine abgestimmt.

Automatische Rauschunterdrückung

Beim Einschalten scannt der Gold Monster 2000 aktiv nach elektromagnetischen Störquellen in der Umgebung – etwa Stromleitungen oder andere Geräte – und wählt automatisch die am wenigsten beeinträchtigten Betriebsfrequenzen. Das sorgt für ein ruhigeres Signalbild von der ersten Sekunde an, was gerade in der Nähe von Geräten, Fahrzeugen oder Infrastruktur einen spürbaren Unterschied macht.

Praxiseinschätzung: Echo Wave™ im Gelände

Das Echo Wave™-System gilt in der internationalen Detektoren-Community als eine der praktisch wirksamsten Neuerungen des Gold Monster 2000. Die Tonstruktur erlaubt eine schnelle Einschätzung, ohne permanent auf das Display schauen zu müssen. Für erfahrene Prospektoren, die Signale primär auditiv interpretieren, ist das ein klarer Vorteil im Gelände – besonders bei schnellem Vorwärtsgehen über große Flächen.

6. Gold Chance Indicator und Target-ID – visuelle Rückmeldung in Echtzeit

Der Gold Chance Indicator ist eine der markantesten Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell. Während der Gold Monster 1000 lediglich zwischen Gold und Eisen unterschied, zeigt der 2000 eine dynamische Skala an, die sich in Echtzeit verändert, während der Detektor ein Ziel analysiert. Die Anzeige verschiebt sich in Richtung Gold, Hot Rocks oder Eisen – je nachdem, wie das Gerät das Signal bewertet.

Zusätzlich verfügt der Gold Monster 2000 erstmals über eine numerische Target-ID von 0 bis 99. Hohe Werte signalisieren gut leitende Materialien (Silber, Kupfer, große Goldstücke), niedrige Werte weniger leitfähige oder kleinere Objekte. Das ist ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem Vorgänger und ermöglicht eine deutlich differenziertere Einschätzung, bevor gegraben wird.

Wichtiger Hinweis zur Diskriminierung

Der Gold Monster 2000 liefert keine vollständige Metalldiskriminierung im klassischen Sinne – Targets können nicht per Ausschluss-ID stummgeschaltet werden wie bei einem Universaldetektor. Der Gold Chance Indicator und die Target-ID sind Entscheidungshilfen, keine Garantie. Eine abschließende Identifikation des Fundes ist erst nach dem Ausgraben möglich. Dieses Verhalten ist für einen Golddetektor typisch und bewusst so gestaltet, um keine Goldsignale zu überdämpfen.

7. Suchmodi – drei Programme für unterschiedliche Bedingungen

Der Gold Monster 2000 bietet drei werkseitig vorkonfigurierte Suchmodi, die auf unterschiedliche Einsatzbedingungen zugeschnitten sind. Das zweistufige Konzept aus Einsteigerfreundlichkeit und Profikontrolle zieht sich durch alle drei Modi.

Normal

Der Standardmodus für die meisten Einsatzbereiche. Ausgewogene Balance zwischen Empfindlichkeit und Stabilität. Geeignet für mäßig mineralisierte Böden, Bachbetten und typische Goldfelder mit geringer bis mittlerer Bodenreaktion.

Schwierig

Für stark mineralisierte, sogenannte heiße Böden mit intensiver Bodenreaktion. Maximiert die Bodenunterdrückung auf Kosten etwas reduzierter Empfindlichkeit. Der richtige Modus für Roterden, Magnetitböden und problematische Goldfelder.

Anfänger

Vollautomatischer Betrieb ohne manuelle Einstellungen. Empfindlichkeit und Bodenausgleich werden vom Gerät selbständig gesteuert. Ideal für Einsteiger oder für Situationen, in denen schnelles, unkompliziertes Suchen gefragt ist.

Hinweis zur Modusauswahl

Die Werkseinstellungen des Gold Monster 2000 sind so abgestimmt, dass das Gerät auch ohne tiefes Einarbeiten sofort einsatzbereit ist. Erfahrene Prospektoren können über die 10-stufige manuelle Empfindlichkeitsregelung und Quick-Trak™ tiefer in die Parameter eingreifen. Wer noch keine Erfahrung mit Golddetektoren hat, beginnt am besten im Anfänger-Modus und wechselt nach einigen Sucheinsätzen in den Normal-Modus.

8. Suchspulen – die GM2000-05 und das Spulenökosystem

Im Lieferumfang des Gold Monster 2000 ist die GM2000-05 Doppel-D-Suchspule (5″ / 12,7 cm, rund) enthalten. Sie ist bis zu 1 m wasserdicht und gilt als hochempfindliche Präzisionsspule für enge Verhältnisse – zwischen Felsen, im Gefölse oder an Bachufern, wo größere Spulen nicht maneuvrierbar sind.

GM2000-05 – 5″ / 12,7 cm, rund ← im Lieferumfang

Kompakte Doppel-D-Spule mit sehr hoher Empfindlichkeit auf kleine Goldnuggets. Ideal für enges Gelände, felsigen Untergrund und den Einsatz in Bachbetten bis 1 m Wassertiefe. Die richtige Wahl für die Suche nach Goldflittern und Mikroklumpen.

6×10″ Suchspule – optional erhältlich

Größere Suchspule für mehr Flächendurchsatz auf offenem Gelände. Gewinnt Tiefe bei mittleren bis größeren Goldstücken und empfiehlt sich für die systematische Absuche größerer Flächen in australischen oder amerikanischen Goldfeldern.

Hinweis zur Spulenkompatibilität

Das Spulenökosystem des Gold Monster 2000 ist derzeit kleiner als das universeller Multifrequenzgeräte. Spulen des Gold Monster 1000 sind nicht kompatibel. Für die meisten Einsatzsituationen ist die mitgelieferte 5″-Spule der richtige Ausgangspunkt – die optionale 6×10″-Spule ergänzt das System für die Flächensuche sinnvoll.

9. Ergonomie, Gestänge und Verarbeitung

Mit einem Gesamtgewicht von 1,25 kg gehört der Gold Monster 2000 zu den leichtesten Geräten seiner Leistungsklasse. Das Kohlefaser- und Glasfaser-Teleskopgestänge ist kompakt (65 cm eingezogen, 138,2 cm ausgezogen), gut ausbalanciert und für raues Gelände ausgelegt. Die Armstütze lässt sich in der Höhe anpassen; das Gerät liegt auch bei mehrstündigen Sucheinsätzen angenehm in der Hand.

Die Detektorkontroll­elektronik ist nach IP55 zertifiziert – das bedeutet Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen sowie gegen Staubeintrag. Für Regeneinsätze und feuchtes Gelände ist das ausreichend. Die Suchspule selbst ist bis zu 1 m Tiefe wasserdicht, was Einsätze in seichten Gewässern, an Bachbetten oder auf nassem Untergrund problemlos ermöglicht. Für vollständiges Untertauchen der Elektronik – etwa bei der Flussbettsuche in tieferem Wasser – ist das Gerät nicht ausgelegt.

Das LCD-Display ist kontraststark und laut Herstellerangabe sowohl bei Tageslicht als auch in schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar. Die Bedienelemente beschränken sich auf das Wesentliche, was die Einlernzeit spürbar reduziert. Zwei auswechselbare Akkus und ein KFZ-Ladekabel im Lieferumfang sind ein durchdachtes Detail für den Einsatz in abgelegenen Gebieten weit ab von der nächsten Steckdose.

10. Praxiseinsatz – Stärken und Einschränkungen

Stärken
  • ✓Weltweit erster SMF-Detektor speziell für die Goldnuggetsuche entwickelt
  • ✓Sehr leicht (1,25 kg) – geringe Armüdung auch nach stundenlanger Suche
  • ✓Hohe Empfindlichkeit auf kleinste Goldpartikel durch breiten Frequenzbereich (12–76 kHz)
  • ✓Deutlich bessere Bodenstabilität in mineralisierten Böden als Einfachfrequenz-VLF-Geräte
  • ✓Einfache Bedienung – direkt nach dem Einschalten einsatzbereit (Automatikmodus)
  • ✓Numerische Target-ID (0–99) plus Gold Chance Indicator als Echtzeit-Entscheidungshilfe
  • ✓Spritzwassergeschützte Elektronik (IP55), Suchspule bis 1 m wasserdicht
  • ✓Zwei auswechselbare Akkus + KFZ-Ladekabel – optimal für abgelegene Expeditionen
  • ✓Kohlefaser-Teleskopgestänge – robust, leicht, kompakt transportierbar
  • ✓3 Suchmodi decken Einsteiger- bis Profibedürfnisse ab
Einschränkungen
  • –Preis: 2.199 EUR – keine Einsteigerklasse; klare Investitionsentscheidung erforderlich
  • –Kein vollwertiger PI-Detektor – für extreme Tiefen in hochmineralisierten Böden bleibt GPX 6000 überlegen
  • –Keine vollständige Metalldiskriminierung – Ausschluss-IDs wie bei Universalgeräten nicht möglich
  • –Kleines Standard-Suchdurchmesser (5″) – für große Flächen ist die optionale Spule nötig
  • –Keine kabellosen Kopfhörer ab Werk (nur kabelgebunden mitgeliefert)
  • –Ausgelegt primär auf Goldsuche – kein Allrounder für Münzen und Relikte
  • –Praktische Langzeiterfahrungen aus dem Feldalltag noch begrenzt (Gerät seit Herbst 2025 erhältlich)

11. Einordnung im Markt

Der Minelab Gold Monster 2000 ist mit 2.199 Euro klar im Profi-Goldsuchsegment positioniert. Sein direkter Vorgänger, der Gold Monster 1000, arbeitete mit einer Einfachfrequenz von ca. 45 kHz und ist deutlich günstiger. Der Unterschied ist real: Der Gold Monster 2000 bietet bessere Bodenstabilität in mineralisierten Böden, eine differenziertere Zielanzeige und einen breiteren Frequenzbereich – das rechtfertigt den Aufpreis für Anwender, die regelmäßig in anspruchsvollen Terrains unterwegs sind.

Innerhalb des Minelab-Sortiments steht der Gold Monster 2000 zwischen dem Gold Monster 1000 und den vollwertigen PI-Detektoren wie dem GPX 6000. Wer maximale Tiefe in extremen australischen Roterden benötigt und bereit ist, deutlich mehr zu investieren, greift zum GPX 6000. Wer ein leichtes, mobiles und gleichzeitig technologisch modernes Gerät für breiten internationalen Einsatz sucht – auch in weniger extrem mineralisierten Gebieten wie Europa oder Nordamerika – ist mit dem Gold Monster 2000 sehr gut bedient.

Im Vergleich zu universellen Multifrequenzgeräten wie dem Minelab Equinox 900 oder dem XP Deus II ist der Gold Monster 2000 klar spezialisierter. Wer abwechslungsreich sucht – Münzen, Relikte, Schmuck und gelegentlich Gold – ist mit einem Universalgerät oft flexibler. Wer hingegen primär Goldnuggets sucht und die Technik dafür optimiert haben möchte, erhält im Gold Monster 2000 ein Gerät, das technologisch auf dem aktuellen Stand ist und für diesen Zweck kein Kompromissgerät darstellt.

12. Bewertung

KriteriumWertungBemerkung
Empfindlichkeit (Kleinstgold)★★★★★12–76 kHz SMF – herausragende Empfindlichkeit auf Sub-Gramm-Nuggets und Goldflitter
Bodenstabilität (heiße Böden)★★★★★PI-gestützte Bodenverarbeitung ermöglicht stabilen Betrieb in stark mineralisierten Böden
Audioqualität / Echo Wave™★★★★★Klare Tontrennung zwischen Gold und Eisen; 12-stufige Lautstärkeregelung; kein Wireless-Kopfhörer ab Werk
Target-ID & Gold Chance Indicator★★★★★Deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorgänger; keine vollständige Diskriminierung wie bei Universalgeräten
Ergonomie / Gewicht★★★★★1,25 kg – einer der leichtesten Golddetektoren dieser Leistungsklasse
Bedienkomfort★★★★★Intuitive Bedienung, ab Werk einsatzbereit; Anfängermodus für schnellen Einstieg
Akku / Ladekonzept★★★★★Zwei Wechselakkus + KFZ-Lader – durchdacht für den Expeditionseinsatz; Laufzeit je Akku nicht angegeben
Wasserdichtigkeit★★★★★IP55-Elektronik für Regen; Spule bis 1 m – ausreichend für Bachbetten; kein Volltauchbetrieb
Lieferumfang★★★★★Zwei Akkus und KFZ-Lader überzeugen; kein Pinpointer, kein Wireless-Kopfhörer
Preis-Leistung★★★★★2.199 EUR sind viel – die Technologie rechtfertigt es für den spezialisierten Goldprospektoren
Verarbeitungsqualität★★★★★Kohlefaser-Gestänge, robustes Gehäuse, hochwertiges LCD – Profiniveau

13. Fazit

Der Minelab Gold Monster 2000™ ist aus technologischer Sicht ein bedeutsames Gerät: Als weltweit erster simultaner Mehrfrequenz-Detektor, der speziell für die Goldnuggetsuche konstruiert wurde, schließt er eine Lücke im Minelab-Sortiment. Die Kombination aus SMF-Empfindlichkeit im Bereich von 12 bis 76 kHz und PI-gestützter Bodenverarbeitung macht das Gerät in stark mineralisierten Böden stabiler als alle bisherigen Einfachfrequenz-Golddetektoren der gleichen Preisklasse.

Das Gesamtpaket überzeugt: geringes Gewicht, robuste Verarbeitung, durchdachtes Ladekonzept mit zwei Wechselakkus und KFZ-Lader, die praktische Echo Wave™-Audiorückmeldung und die einfache Bedienbarkeit sprechen für das Gerät. Der Gold Chance Indicator mit numerischer Target-ID ist eine sinnvolle Ergänzung, die zwar keine vollständige Diskriminierung ersetzt, aber die Entscheidungsgrundlage vor dem Graben deutlich verbessert.

Der Preis von 2.199 Euro stellt eine echte Investition dar. Wer gezielt und regelmäßig nach Gold sucht, anspruchsvolle mineralisierte Böden als Haupteinsatzgebiet hat und Wert auf ein leichtes, mobiles Profigeraet legt, bekommt mit dem Gold Monster 2000 das technologisch aktuellste Gerät, das Minelab für diesen Zweck im Programm hat. Wer dagegen einen Allrounder für Münzen, Relikte und gelegentliche Goldsuche sucht, ist mit dem Minelab Equinox 900 oder dem XP Deus II meist flexibler und kostengünstiger unterwegs.

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