Bis zu 120 kHz Einzelfrequenz, elliptische Bauform, dreifach stärkerer Akku – die HF2 ist nicht einfach eine neue Spule. Sie eröffnet ein komplett anderes Suchrevier.
Die XP DEUS II HF2 ist die erste Suchspule, die FMF®-Mehrfrequenztechnologie mit echten Hochfrequenzen (bis 90 kHz im FMF-Modus, bis 120 kHz im Einzelfrequenz-Modus) verbindet. Die elliptische Bauform (24 × 13 cm) ist kein Zufall – sie ist der Schlüssel: enger, präziser, wendiger. Wer seine Suchgebiete bereits mit Standard-FMF-Spulen abgegrast hat oder wer regelmäßig in stark verschrotteten, bewachsenen oder eng bebauten Bereichen sucht, wird mit der HF2 Targets finden, an denen er bisher vorbeigegangen ist. Das hat seinen Preis – sowohl finanziell als auch in der Lernkurve. Aber als Ergänzung zur 22- oder 28-cm-Standardspule ist sie das wohl präziseste Werkzeug, das XP bisher für den DEUS II gebaut hat.
Als der DEUS II 2021 auf den Markt kam, gab es drei FMF®-Spulen: 22 cm rund für Trennschärfe und Gewicht, 28 cm rund als Allrounder und später die 28 × 34 cm für maximale Tiefe. Alle drei teilen dieselbe FMF®-Frequenzbandbreite von 4–45 kHz – ein breites, stabiles Fundament für die meisten Situationen.
Doch in einem Bereich ließ die Spulenfamilie eine Lücke offen: Kleinste Objekte auf schwierigem Boden. Goldkettchen mit 0,5 mm Draht. Antike Dünnmünzen mit geringem Leitwert. Winzige Goldnuggets. Targets, bei denen es weniger auf Tiefe ankommt als auf das Herausfiltern eines schwachen, hochfrequenten Signals aus stark mineralisierten oder elektrisch gestörten Umgebungen. Genau diese Lücke schließt die HF2.
XP hat für den Deus 1 und den ORX bereits HF-Spulen mit bis zu 81 kHz angeboten – und beide galten dort als Geheimtipp für Spezialisten. Die HF2 für den DEUS II geht deutlich weiter: Sie kombiniert die hohen Frequenzen mit dem FMF®-Multifrequenz-Modus und einer vollsändig neuen Akkuarchitektur, die den höheren Energiebedarf der High-Power-Auslegung abdeckt.
Die HF2 wurde rund um drei wohldefinierte Hauptfrequenzbereiche entwickelt, die im FMF®-Modus simultan genutzt werden: 9–27 kHz, 17–53 kHz und 17–90 kHz. Jeder dieser Bereiche lässt sich zusätzlich in sieben Stufen verschieben – das ergibt 21 verschiedene FMF®-Frequenzbänder. Im Einzelfrequenz-Modus stehen 49 wählbare Frequenzen von 9 bis 120 kHz zur Verfügung. Diese Spreizte Frequenzabdeckung macht die HF2 einzigartig im DEUS II-Ökosystem.
Elliptische Spulen verlieren gegenüber runden Spulen gleicher Fläche naturbedingt etwas Tiefe – das ist physikalisch unvermeidlich. XP hat diesen Nachteil durch eine bewusste High-Power-Konstruktion kompensiert: Die HF2 arbeitet mit mehr elektrischer Energie als ältere Spulenmodelle und bringt das Signal aggressiver in den Boden. Das ist der Grund, warum der Akku mit 2.300 mAh rund dreimal so groß ausgelegt ist wie bei früheren XP-HF-Spulen.
Der Lithium-Akku sitzt im Carbonuntergestänge der Spule – nicht in der Spule selbst. Das hat zwei Vorteile: Im Fall eines schwachen Akkus nach langen Sessions lässt er sich innerhalb von Sekunden gegen einen optional erhältlichen Tauschakku wechseln. Und für Flugreisen gilt: Der Akku ist herausnehmbar – ein konkreter Vorteil gegenüber den fixen Akkus der Standard-FMF-Spulen, die beim Check-in gelegentlich Fragen aufwerfen.
Die HF2 lädt nicht mehr über den XP-Ladeclip, sondern direkt per USB-Kabel am Akku. Ladezeit: ca. 4,5 Stunden für 95 %, ca. 6,5 Stunden für vollständige Ladung. Akkulaufzeit: bis zu 10 Stunden – je nach gewählter Frequenz und Sendeleistung.
Wie alle DEUS II-Spulen nutzt die HF2 die Doppel-D-Windungsgeometrie. Diese verbessert die Signalstabilität auf stark mineralisierten Böden erheblich gegenüber konzentrischen Spulen – ein wesentlicher Vorteil, wenn man die HF2 gerade auf eisenhaltigen oder salzhaltigen Flächen einsetzen möchte, wo die Hochfrequenzen ihre Stärken am deutlichsten zeigen.
Ein häufig übersehener Vorteil hoher Arbeitsfrequenzen: Sie sind weniger anfällig gegenüber niederfrequenten Interferenzquellen wie Windkraftanlagen, Oberleitungen oder Hochspannungsmasten. Wer in der Nähe solcher Anlagen detektiert, wird mit der HF2 sprunghaft ruhigere Signale erleben als mit tieffrequenten Standardspulen.
| Bauform | Elliptisch, Doppel-D, kabellos (XP-Digitalfunk) |
| Abmessungen | 24 × 13 cm (ca. 9,5 × 5 Zoll) |
| FMF®-Modus | 9–90 kHz simultan – 21 wählbare Frequenzbänder in 3 Bereichen |
| Einzelfrequenz-Modus | 9–120 kHz – 49 Einzelfrequenzen |
| Hauptfrequenzbereiche (FMF) | 9–27 kHz • 17–53 kHz • 17–90 kHz (je 7 Verschiebungsstufen) |
| Gewicht | 350 g |
| Akku | Lithium-Ion, 2.300 mAh – wechselbar (im Carbonuntergestänge) |
| Akkulaufzeit | Bis zu 10 Stunden (frequenz- und leistungsabhängig) |
| Ladezeit | ca. 4,5 h für 95 % / ca. 6,5 h vollständig (USB direkt am Akku) |
| Wasserdichtigkeit | Bis 20 m (IP68) – tauchgeeignet |
| Kompatibilität | XP DEUS II (Firmware V3.0 oder höher empfohlen) |
| Bauweise | High-Power – erhöhte Sendeleistung zum Tiefenausgleich |
| Herstellung | Made in France – XP Metal Detectors |
| Garantie | 5 Jahre (LONGTIME®-zertifiziert) |
| Lieferumfang | HF2-Spule (24 × 13 cm), Spulenschutz (aufgesteckt), Carbonuntergestänge, Spulenschrauben-Set |
Parks gehören zu den beliebtesten – und am häufigsten besuchten – Suchgebieten. Was bedeutet: Der Oberboden ist vielfach übersucht. Genau hier entfaltet die HF2 ihr Potenzial. Die elliptische Form manövriert präziser zwischen Wurzeln, Wegen und Begrenzungen. Die hohen Frequenzen reagieren auf Objekte, die größere Spulen mit niedrigeren Frequenzen nur noch als schwaches Rauschen wahrnehmen – feine Goldkettchen, kleine Silbermünzen, antike Kupferartefakte mit schwachem Leitwert. Mehrere Nutzer berichten, dass sie mit der HF2 in Gebieten, die sie für erschöpft hielten, neue Funde gemacht haben.
Salzhaltiger Sand ist für niederfrequente Spulen eine echte Herausforderung – die hohe Leitfähigkeit des Substrats erzeugt Rauschen und instabile Bodensignale. Hohe Frequenzen sind hier physikalisch im Vorteil: Sie trennen besser zwischen Salzmineralien und echten Targets. Die HF2 kann am Salzwasserstrand im FMF®-Modus stabil und ruhig laufen, wo Standardspulen deutlich häufiger falsche Signale erzeugen. IP68-Wasserdichtigkeit bis 20 m ermöglicht zudem den direkten Einsatz im Flachwasser.
Auf Feldern mit hohem Eisenanteil – mittelalterliche Siedlungen, Kriegsgelände, alte Fabrikstandorte – kommt es nicht primär auf Tiefe an, sondern auf Trennschärfe. Die schlanke elliptische Form der HF2 hat eine kleinere effektive Empfangsläche als runde Spulen, was bei dicht beieinanderliegenden Eisen- und Buntmetallobjekten saubere Einzelsignale begegünstigt. Hohe Frequenzen reagieren zudem differenzierter auf Leitwertunterschiede zwischen Eisen und Buntmetall.
Goldnuggets haben einen niedrigen Leitwert und sprechen auf hohe Frequenzen deutlich besser an als auf niedrige. Die HF2 kann mit Monofrequenzen bis 120 kHz betrieben werden – ein Bereich, den keine Standard-FMF-Spule des DEUS II erreicht. Auf stark mineralisierten Böden, wie sie in alpinen Goldsucherevieren vorkommen, bietet die Doppel-D-Geometrie zusätzliche Stabilität. Wer mit dem DEUS II aktiv Goldnuggets sucht, bekommt mit der HF2 das bisher leistungsfähigste Werkzeug im XP-Ökosystem für genau diesen Zweck.
In Gegenden, wo eine runde 28-cm-Spule schlicht nicht hinpasst – zwischen Steinen, an Mauerwänden, in dicht verwachsenem Gebüsch – ist die 13 cm schmale HF2 schlicht praktischer. Die elliptische Form gleitet durch Engstellen, die runde Spulen blockieren. Das ist kein Hochfrequenz-spezifischer Vorteil, sondern einer der Bauform, der in der Praxis jedoch häufig unterschätzt wird.
Hohe Frequenzen verhalten sich anders als niedrige. Mit steigender Frequenz nimmt die Kleinteilempfindlichkeit zu – aber gleichzeitig auch die Reaktionsschärfe auf Bodenmineralien. Wer die gleichen Grundeinstellungen wie bei der 22er- oder 28er-Standardspule übernimmt, wird mit der HF2 nicht die besten Ergebnisse erzielen. Empfohlen wird, Disk-Wert und Bodenfilter bewusst neu einzustellen und mit den drei FMF®-Hauptfrequenzbereichen zu experimentieren. Die Investitionszeit lohnt sich.
Mit der HF2 umfasst das FMF®-Spulenportfolio für den DEUS II nun vier Modelle mit klar unterschiedlichen Stärken. Hier der direkte Vergleich:
Alle drei Standard-FMF®-Spulen teilen denselben Frequenzbereich (4–45 kHz) und dieselbe Akkuarchitektur. Die HF2 ist die einzige DEUS II-Spule, die in einem völlig anderen Frequenzfenster arbeitet (9–120 kHz), einen dreifach größeren Akku mitbringt und explizit als Ergänzung – nicht als Ersatz – für die Standardspulen konzipiert wurde.
| Kategorie | Wertung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Kleinteilempfindlichkeit | ★★★★★ | Beste im DEUS II-Portfolio – klar das Hauptargument für die HF2 |
| Tiefenleistung (große Targets) | ★★★★★ | High-Power kompensiert elliptischen Tiefenverlust teilweise – kein Tiefenspezialist |
| Trennschärfe / Diskrimination | ★★★★★ | Elliptische Form + hohe Frequenz = sehr gute Signaltrennung auf Schrottstellen |
| Stabilität auf schwierigem Boden | ★★★★★ | Hervorragend an Salzwasserstränden und auf mineralisierten Böden |
| Handlichkeit & Ergonomie | ★★★★★ | 350 g, schlanke Form – ideal für enges Gelände und lange Sessions |
| Flächenleistung | ★★★★★ | Schmalere Spule = weniger Fläche pro Schwenk gegenüber 28- oder 34-cm-Spule |
| Akkusystem | ★★★★★ | Wechselbarer 2.300-mAh-Akku – ein klarer Fortschritt gegenüber früheren Modellen |
| Preis-Leistung | ★★★★★ | Spezialist mit hohem Mehrwert für den richtigen Einsatz – kein Allrounder |
Die HF2 ist eine Spezialistenspule – und das ist kein Kritikpunkt, sondern ihre Kernstärke. Die ehrliche Antwort auf die Frage „Brauche ich die HF2?“ hängt stark von den eigenen Suchgebieten ab.
… du in Parks, Spielplätzen oder Gebäuderelikten suchst, die mit Standardspulen bereits gut abgesucht wurden. Die HF2 holt noch heraus, was übrigbleibt.
Wer aktiv Goldnuggets oder feine Schmuckstücke sucht, für den ist die HF2 mit ihren bis zu 120 kHz Monofrequenz die leistungsfähigste Option im DEUS II-Sortiment.
Salzwasserbedingungen sind die natürliche Heimat hoher Frequenzen. Wer regelmäßig am Meer oder in Flüssen sucht, wird die Stabilität der HF2 deutlich spüren.
Bei der Suche auf unbekannten Feldern mit dem Ziel maximaler Tiefenleistung und Flächenabdeckung bleibt die 28- oder 34-cm-FMF®-Spule die bessere Wahl. Die HF2 ergänzt – sie ersetzt nicht.
Für den vollen Funktionsumfang der HF2 wird Firmware V3.0 oder höher empfohlen. Da alle DEUS II-Updates kostenlos und online über den XP-Updater verfügbar sind, ist das keine zusätzliche Investition – aber ein notwendiger Schritt vor dem ersten Einsatz.
Die XP DEUS II HF2 ist eine Spule, die einen konkreten Anwendungsfall hat – und dort außergewöhnlich gut funktioniert. Die Kombination aus elliptischer Bauform, FMF®-Hochfrequenz bis 90 kHz und Monofrequenz bis 120 kHz gibt DEUS II-Nutzern ein Werkzeug an die Hand, das im XP-Portfolio bisher nicht existierte. Kein anderes Spulenmodell der DEUS II-Linie reagiert so fein auf kleine Metallobjekte, läuft so ruhig an Salzwasserstränden oder manöviert so präzise in engem Gelände.
Der wechselbare Akku mit 2.300 mAh ist dabei mehr als ein technisches Detail – er macht die HF2 zu einer Spule, die man bedenkenlos in Urlaub mitnimmt, auf langen Tagestour einsetzt oder als Tauschpack auf Vorrat im Rucksack führt. Das ist ein konkreter Fortschritt gegenüber dem bisherigen XP-Standard.
Wer den DEUS II als Einzel-Spule betreibt und grundsätzlich breite Flächen absucht, ist mit der 28-cm-FMF®-Spule nach wie vor besser bedient. Wer jedoch Suchgebiete hat, die eine der oben beschriebenen Situationen widerspiegeln – oder wer einfach weiß, dass er bisher Kleinteile liegen lassen musste – sollte die HF2 ernsthaft in Betracht ziehen. Alte Suchgebiete neu abklappern: Das ist das beste Argument, das diese Spule hat.
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